Es passierte bei einem Waldspaziergang vor sieben Jahren. Bernd Franzkowiak kam einem Wespennest wohl zu nahe. Die Tiere reagierten aggressiv und attackierten ihn heftig - ein Erlebnis, das er nie wieder vergessen sollte.

"Ich bin mehrfach gestochen worden" erinnert sich Bernd Franzkowiak. "Danach ist mein ganzer Oberkörper angeschwollen, die Lymphdrüsen ebenfalls und ich hatte immer schlimmere Atembeschwerden", schildert er die Folgen einer offensichtlichen allergischen Reaktion auf das Gift der Wespen.

Nach Haus geschafft

Bernd Franzkowiak schaffte es, bis nach Hause. Dort erkannte seine Ehefrau Hanne, dass sein Zustand allen Grund zu ernster Sorge gab. Sie alarmierte sofort den Rettungsdienst.

"Die ersten, die dann da waren, waren die Helfer vor Ort hier aus Ebersdorf", berichtet Bernd Franzkowiak. Die Sanis von der BRK-Bereitschaft in der Gemeinde, kümmerten sich um ihn und konnten ihn stabilisieren.

Wird Bernd Franzkowiak seine Begegnung mit den Wespen nie vergessen, so erst Recht nicht die Hilfe, die ihm die Helfer vor Ort so schnell brachten. "Was Menschen leisten, die sich ehrenamtlich in den Hilfsorganisationen engagieren, das ist gar nicht hoch genug zu würdigen", betont er. Und auch, wenn die Helfer vor Ort ihren Dienst ohne Bezahlung leisten, so brauchen sie doch Geld, um Ausbildung und Ausrüstung zu finanzieren. Dabei sind sie rein auf Spendengelder angewiesen. Nur so können sie blitzschnell einspringen, wenn bei einer Alarmierung nicht sofort ein Rettungswagen oder Notarzt zur Verfügung steht. Sie leisten dann Hilfe in den wichtigen ersten Minuten am Patienten. So kann rettende Zeit gewonnen werden, bis der Arzt eintrifft.

Als Bernd Franzkowiak 70 wurde, bat er seine Freunde und Familie, auf Geschenke zu verzichten und lieber Geld für die Helfer vor Ort zu spenden. Schon damals konnte er danach einen Scheck über mehr als 1000 Euro an Volkmar Barth vom BRK überreichen. In diesem Jahr zeigt er, dass er die Helfer noch immer nicht vergessen hat und spendet erneut 1000 Euro, damit die Arbeit der Helfer vor Ort weitergehen kann.

Volkmar Barth nahm auch diesen Scheck von Bernd Franzkowiak für die Helfer dankbar entgegen. rlu