Mit einer kleinen Feierstunde wurde der neu gebaute Forstwirtschaftsweg Seerangenweg östlich von Ebensfeld-Pferdsfeld eingeweiht und erhielt den kirchlichen Segen.

Die Bauträgerschaft hatte die Marktgemeinde Ebensfeld übernommen. Projektiert und gebaut wurde der Weg vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Coburg/Lichtenfels. Bürgermeister Bernhard Storath bezifferte die Gesamtbaukosten auf rund 63 000 Euro. 80 Prozent der Nettobaukosten (rund 42 000 Euro) bezuschusse der Freistaat. Den Rest übernähmen die Wegebaugemeinschaften Unterneuses und Pferdsfeld sowie die Marktgemeinde Ebensfeld.

Forstamtmann Joachim Esslinger vom Forstrevier Bad Staffelstein wies darauf hin, dass der Weg rund 940 Meter lang sei und insgesamt 22 Hektar Wald von 16 Waldbesitzern erschließe.

Borkenkäfer macht Ärger

Wie wichtig die Walderschließung sei, zeige die derzeitige Borkenkäferkalamität. An Hunderten Stellen im Landkreis Lichtenfels müssten derzeit Käferbäume gefällt werden und die befallenen Stämme so schnell wie möglich aus dem Wald gebracht werden. "Ohne Forstwirtschaftswege als ,Türen in den Wald‘ wäre dies nicht möglich", so Esslinger. Bei anschließenden Wiederaufforstungs- und Waldumbaumaßnahmen seien Waldwege für Waldbesitzer ebenfalls unverzichtbar.

Forstdirektor Oliver Kröner, Bereichsleiter Forsten, wies da-rauf hin, dass auch an anderen Stellen im Landkreis Lichtenfels noch Wälder mit Forstwirtschaftswegen erschlossen werden müssten. Die Forstverwaltung sei gerne bereit, dort ebenfalls Wegbauprojekte umzusetzen und staatlich zu fördern. Voraussetzung sei jedoch, dass alle beteiligten Waldbesitzer einem solchen Erschließungsprojekt zustimmen. "Ein Waldwegebau ist eine gute Gelegenheit, im Wald etwas gemeinschaftlich zustandezubringen", so Kröner. Es gebe anfangs zwar Vorbehalte gegen Waldwegebau, wenn der Weg erst einmal gebaut ist, seien erfahrungsgemäß jedoch alle Waldbesitzer froh, sich am Projekt beteiligt zu haben. red