A lbert Meyer hat in seiner langen und erfolgreichen Karriere viele Politiker kommen und gehen sehen. 32 Jahre war der mittlerweile 89-Jährige im Landtag, davon 19 Jahre als Staatssekretär im bayerischen Finanzministerium (unter drei Ministerpräsidenten). Heute ist eine solch lange Amtszeit kaum vorstellbar. Sie spricht für die Qualität seiner Arbeit.
Die Geschlossenheit, die der CSU-Kreisverband am Freitagabend in Ebern demonstrierte, war nicht immer da. Vor allem mit seinen beiden Nachfolgern als Stimmkreisabgeordnete haderte Albert Meyer. Dem einen (Sebastian von Rotenhan) warf der Haßfurter in einem öffentlichen Statement in Ebern vor, dass er mitten in seiner Amtszeit die Arbeit eingestellt habe. Den anderen (Bernd Weiß) kritisierte Meyer, dass ihm sein Notariat wichtiger gewesen sei als sein politisches Mandat.