"Ich bin gekommen, um zu bleiben!" Klarer konnte die Ansage des neuen Vorstandsmitglieds der VR Bank Oberfranken Mitte, Frank Kaiser, nicht sein, der am 1. August in Kulmbach loslegte. Er folgt auf Dieter Bordihn, der nach 20 Jahren Vorstandstätigkeit Ende Oktober sein aktives Berufsleben beendet. In der Kommunbräu stellte sich Frank Kaiser vor, der künftig die Verantwortung für die Bereiche IT, Marktfolge Aktiv, Organisation, Personal, Compliance und Unternehmenssteuerung übernimmt.

Der Werdegang

Der diplomierte Bankbetriebswirt Kaiser ist 45 Jahre alt, verheiratet, Vater von zwei Kindern und kommt aus dem badischen Karlsruhe nach Kulmbach: "Ich begann meinen beruflichen Werdegang nach der Ausbildung zum Bankkaufmann bei einer privaten Großbank, begleitete dort während meiner 13-jährigen Zugehörigkeit verschiedene Leitungsfunktionen im Privat- und Firmenkundengeschäft und studierte nebenberuflich an der Frankfurt School of Finance & Management. Nach einem kurzen Aufenthalt bei einer Unternehmensberatung für die Bereiche Steuerung und Aufsichtsrecht wechselte ich 2013 als Bereichsleiter einer Genossenschaftsbank in die Genossenschaftliche Finanzgruppe."

Dieter Bordihn und Stephan Ringwald ist es als Vorstandsduo in den vergangenen zwei Jahrzehnten gelungen, für ein solides Wachstum der Bank zu sorgen und die Substanz zu stärken. Bordihn beendet sein aktives Berufsleben am 31. Oktober 2021, während Stephan Ringwald am 31. März kommenden Jahres in den Ruhestand tritt.

213 Mitarbeiter, darunter zehn Auszubildende, betreuen an 19 Standorten rund 64 000 Kunden und knapp 30 000 Mitglieder. Die Bank verfügt derzeit über eine Bilanzsumme von 1,38 Milliarden Euro und ist nach Meinung von Ringwald und Bordihn damit gut gerüstet, um die Herausforderungen aus der Niedrigzinsphase zu bewältigen sowie die Investitionen in Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu leisten. Dabei ist die re regionale Geschäftspolitik für Kaiser ein Garant für den nachhaltigen Erfolg "seiner neuen" VR Bank Oberfranken Mitte. Die Zukunft der VR Bank sieht er als digitale Regionalbank mit einer starken Präsenz im weiträumigen Geschäftsgebiet: "Unsere Herausforderung wird es sein, uns an diesem Anspruch langfristig auszurichten und zu messen. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase werden wir in Teilen auch gezwungen sein, uns in manchen Themen neu zu erfinden. Dabei muss es uns gelingen, uns selbst und unsere Kunden für eine Weiterentwicklung zu begeistern." Er wolle die Zukunftsfähigkeit der Bank weiterentwickeln und sie langfristig zur attraktivsten Volks- und Raiffeisenbank in der Region Oberfranken machen.

Handball als Hobby

Aus dem Privatbereich verriet Frank Kaiser, dass er gern Tennis spielt und Spaß am Joggen hat. In jungen Jahren war auch als Handballer und später als Handball-Schiedsrichter bis in die 2. Bundesliga aktiv. Die vergangenen Monate haben die Familie Kaiser - die Ehefrau ist im Höheren Polizeidienst tätig - dazu genutzt, um die Region und die Menschen hier kennenzulernen. Frank Kaiser: "Landschaftlich freue ich mich, künftig dort arbeiten zu können, wo andere Urlaub machen, und wir haben den Eindruck, dass die Oberfranken das Herz am richtigen Fleck haben."