Landrat Wilhelm Schneider nahm sich die Zeit, in die Wallburg-Realschule Eltmann zu kommen und den Schülern der Klassen 10 a und 10 c einen tieferen Einblick in die Aufgaben und Strukturen des Landkreises Haßberge und die Arbeit eines Landrates zu ermöglichen. Die Doppelstunde verging für alle wie im Flug, und sicherlich haben die Schüler viel Neues aus diesem etwas anderen Unterricht mit nach Hause genommen.

Immer verständlich und stets auf Augenhöhe mit den Jugendlichen erklärte Landrat Schneider, welche Aufgabenbereiche dem Landratsamt obliegen, beispielsweise Bau und Umwelt, Soziales und Gesundheit. Er kooperiere aber auch in vielen Fragen mit den 26 Städten und Gemeinden oder arbeite beim Straßen- oder Radwegebau über die Grenzen hinweg mit benachbarten Landkreisen zusammen.

Kompromissbereitschaft gefragt

So lernten die Schüler, dass es bei der Arbeit in einem Landkreis nie ohne Absprachen und Kompromisse geht und die Teamfähigkeit im Vordergrund steht. Viele Kommunen wären auch ohne den Landkreis bei ihren Aufgaben alleine überfordert. Er engagiere sich zwar auch beim Breitbandausbau, könne aber nichts für Lücken im Mobilfunknetz, sagte Schneider.

Eingeladen hatte zu diesem Zusammentreffen mit dem Landrat in der Schule der Schüler Jonas Weinhold, der sich seit der Berlinfahrt in der 9. Klasse für Politik interessiert und auch seit einiger Zeit aktiv in einer Partei engagiert ist. Ihm gebührte der Dank für das Organisieren des Treffens, und ebenso Landrat Schneider, der es sich vor einem wichtigen Treffen mit dem baye-rischen Wissenschaftsminister Bernd Sibler in München nicht nehmen ließ, bei den Schülern der Wallburg-Realschule vorbeizuschauen. In München ging es dann für den Landrat um den Wunsch aus dem Landkreis Haßberge, in Haßfurt ein Kunststoffkompetenzzentrum zu errichten, das auch den Schülern in einer universitären Einrichtung Ausbildungsmöglichkeiten bietet, aber auch Kunststoffbetrieben Forschung ermöglicht. gg