D er Stachel sitzt - auch nach sechs Jahren noch. Er spornt Markus Oppelt an, Gas zu geben, um im zweiten Anlauf tatsächlich Bürgermeister von Pfarrweisach zu werden. "Die letzte Kommunalwahl habe ich mit sieben Stimmen verloren. Das ist für mich Verpflichtung, erneut zu kandidieren", sagt der Unternehmer, der im Gemeinderat (dort sitzt er seit 2014) als Baureferent tätig ist.

Großformatige Wahltransparente zeigen den Ortsvorsitzenden und Kreisvorsitzenden der kommunalpolitischen Vereinigung der CSU (KPV) als Mittelpunkt eines Trios mit MdL Vogel und Landrat Schneider.

Kritik am Amtsinhaber

Der verheiratete 49-Jährige geht offen auf Konfrontationskurs zu seinem Konkurrenten Nowak. In Pfarrweisach laufe einiges schlecht, sagt er, und kritisiert den Informationsfluss zwischen Bürgermeister und Gemeinderat, inklusive der Fachreferenten. Ein Jahr ohne Bauausschusssitzung, wie 2019 erlebt, sei indiskutabel, denn "wir hätten vieles vor Ort entscheiden und damit beschleunigen können". Für die Zukunft gehe es darum, "in jeder Hinsicht bürgernah zu entscheiden", wobei die Herausforderung darin bestehe, leere Kassen und kostenintensive Vorhaben unter einen Hut zu bringen.

Auf seiner Agenda stehen Erhalt und Sanierung von Kindergarten und Schule, neue Bauplätze in allen Ortsteilen und die Ansiedlung von Gewerbe. Aufträge für öffentliche Bauvorhaben sollten, soweit möglich, an ortsansässige Unternehmen gehen, fordert er. In der Landwirtschaft sieht der Kfz-Mechaniker den "Garanten unserer Kulturlandschaft".

Selbst Mitglied etlicher Vereine, schätzt Oppelt das Vereinsleben und dessen vielfältigen Beitrag zum kulturellen Leben als unbezahlbar ein. Die Freiwilligen bei einem Ehrenabend zu würdigen , sei überfällig.

Daseinsvorsorge, selbstbestimmtes Leben zuhause im Alter und der Personennahverkehr sind weitere Stichworte auf Oppelts Themen-Liste. Pfarrweisach sei mit Kindergarten, Schule, Bäcker, Metzger, Direktvermarkter, Arzt und Schwimmbad eine familienfreundliche Gemeinde. Die beiden letzten Gasthäuser sollten "mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln" unterstützt und die Werbung für die Sehenswürdigkeiten verstärkt werden, meint der Herausforderer. Oppelt ruft nach Alternativlösungen für den Personennahverkehr (ÖPNV), denn der "funktioniert leider nicht wie gewünscht". eki