Coburg trauert! Die Dreifachsporthalle am Ketschenanger, am 20. März 1977 eingeweiht, ist Geschichte. Lange wurde darum gerungen, ob die Halle nicht doch noch einmal für den Vereinssport ertüchtigt oder gar als Interimsspielstätte für das Landestheater umgebaut werden könnte. Doch in beiden Fällen wären die Kosten immens gewesen. Eine neue Dreifachhalle für den Coburger Schulsport ist längst gebaut - an der Ecke Bamberger-/Karchestraße. Zum Schuljahresbeginn im September 2017 wurde sie in Betrieb genommen. So entschied sich die Stadt letztlich für den Abriss der alten Halle.

Die Messe Coburg, die im Oktober 2018 auf dem Ketschenanger stattfindet, wartet die Stadt noch ab, dann wird das Gelände um die Halle eingezäunt und die Abbruchfirma rückt an.

Von außen ist zunächst nicht viel zu sehen, denn erst einmal muss das Innenleben der Halle abgebaut und die Materialien sorteinrein getrennt werden: Dämmmaterial, Fußbodenbelag, Rohre, Leitungen, die Tribüne, auf der einst 1200 Zuschauer Platz fanden, Trennvorhänge und nicht zuletzt die markanten orangeroten Paneele, mit denen die Wände verkleidet waren. Rund 37 000 Kubikmeter umbauten Raum bearbeitet die erfahrene Firma aus Unterfranken. Ziel ist es, bis Februar eine freie Fläche zu haben.

Ende November wird es dann ganz schwer für die Fans der Halle, denn nun geht es ihr an den Beton: Ein 80 Tonnen schwerer Bagger beginnt damit, die Fassade im hinteren Teil des Gebäudes niederzureißen. Auch hier wird sauber getrennt. Ziel ist es, am Ende reinen Beton übrig zu behalten, der dann wieder verbaut werden kann - zum Beispiel im Straßenbau.

Die markanten orangefarbenen Paneele werden übrigens verbrannt - einige Coburger sollen aber auch ein paar Stücke als Souvenir ergattert haben. uso