Bayreuth — Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth hat sich zum Rückrundenauftakt mit einer 80:68-Niederlage am Freitagabend bei Meister Alba Berlin und zu Hause mit einer 82:91-Niederlage am Sonntagabend gegen die EWE Baskets Oldenburg in die knapp zweiwöchige Länderspielpause verabschiedet. Danach gastieren die Wagnerstädter am 27. Februar beim Tabellenvorletzten Gie-ßen 46ers.

Bundesliga

Medi Bayreuth -

EWE Baskets Oldenburg 82:91

(16:20, 26:22, 19:26, 21:23) Wie schon zuvor gegen Göttingen und in Berlin mussten die Bayreuther auch im Heimspiel gegen Oldenburg neben Nachwuchshoffnung Kay Bruhnke (Rückenprobleme) auf ihren angeschlagenen Kapitän Bastian Doreth (Wadenverletzung) verzichten - ein schweres Handicap gegen die Niedersachsen, die mit dem NBA-erfahrenen Phil Pressey und dem ehemaligen FC-Bayern-Spielmacher Braydon Hobbs über eines der besten Aufbau-Duos der Liga verfügen. Doreths Platz in der Bayreuther Start-formation nahm einmal mehr US-Neuzugang Lazeric Jones ein.

Fast neun Minuten behaupteten die Hausherren im Auftaktviertel einen Vorsprung, mussten die Niedersachsen dann jedoch zu einer 20:16-Führung (10.) vorbeiziehen lassen. Und das nicht zuletzt wegen einiger schlechter Pässe von Walker und Bartley sowie vier Freiwürfen, die bis dahin den Weg in die Reuse verfehlt hatten.

Medi stellt die Abwehr erfolgreich um

Mit Zonenverteidigung startete das Korner-Team ins zweite Viertel und entfaltete mit dieser Umstellung die angestrebte Wirkung: Mit einem 11:0-Lauf gelang der Führungswechsel (27:20, 13.), bevor sich die Gäste darauf eingestellt hatten und das Spiel wieder ausgeglichen gestalteten (42:42, 20.). Dererk Pardon hielt die Bayreuther nach dem Seitenwechsel lange im Spiel: Der US-Center lieferte sich echte "Materialschlachten" mit Oldenburgs österreichischem Nationalcenter Rasid Mahalbasic und stockte sein Punktekonto mit elf Zählern bereits vor der letzten Viertelpause auf 19 Punkte auf. Kurz darauf markierte Braydon Hobbs die bis dahin höchste Gäste-Führung (61:68, 30.). Ein Dreier von Rickey Paulding brachte die Niedersachsen zu Beginn des Schlussabschnitts erstmals zweistellig in Führung (71:61, 31.). Bayreuth versuchte viel, erholte sich von diesem Rückstand aber nicht mehr. Spätestens als David Walker einen Korbleger ohne Verteidiger ungenutzt verstreichen ließ (73:79, 37.) und danach noch von der Dreierlinie verfehlte, war die Partie entschieden. Oldenburg brachte den Sieg locker über die Runden.

"Da wäre mehr möglich gewesen"

"Das ist heute echt bitter, da wäre mehr möglich gewesen", trauerte Bayreuths Nationalspieler Andreas Seiferth (10 Punkte, 5 Rebounds) einem vergebenen Erfolgserlebnis nach. Bester Bayreuther war einmal mehr Osvaldas Olisevicius als Topscorer mit 27 Punkten, sieben Rebounds und sechs Assists sowie zwei Ballgewinnen. Ihm folgte Dererk Pardon mit 20 Punkten und neun Rebounds.

Auf den kleinen Positionen hatten die Bayreuther aber deutliche Nachteile. Allen voran war Frank Bartley wie schon zuvor gegen Göttingen und Berlin kein nennenswerter Faktor. Spielmacher Lazeric Jones (9 Punkte, 4 Assists) leistete sich nach dem Seitenwechsel vier Ballverluste und war im Aufbau-Duell mit dem NBA-erfahrenen Phil Pressey (12 Punkte, 5 Rebounds, 6 Assists, kein Ballver-lust) klarer Verlierer. Herausragender Mann bei Oldenburg war Keith Hornsby mit 25 Punkten (5 Dreier) - weder Walker noch Bartley konnten den seit Wochen in Topform spielenden Shooting Guard "an die Kette legen".

Medi Bayreuth: Pardon (20), Wenzl, Jalalpoor , Seiferth (10), Jones (9/1), Tiby (10/2), Walker (6/2), Bartley (5), Olisevicius (22/1)