Nach den Schneefällen in der Nacht zum Dienstag hatte die Herzogenauracher Polizei um 6 Uhr morgens alle Kräfte im Einsatz. Zu dieser Zeit wurde laut Pressebericht bereits der erste Unfall aus der Weisendorfer Hauptstraße gemeldet. Ein Auto war gegen ein geparktes Fahrzeug gerutscht. Dabei stellte die im Einsatz befindliche Streife fest, dass am Unfallort extreme Glätte herrschte. Die Straßenmeisterei wurde von diesem Umstand umgehend verständigt und bemühte sich nach Kräften, die Polizei zu unterstützen.

Wenig später, gegen 6.30 Uhr, wurde der nächste Unfall aus Niederndorf gemeldet. Die Mitteilung lautete zunächst, dass in Herzogenaurach am Behälterberg mehrere Fahrzeuge quer stehen würden. Der Kreisbauhof schickte ein zusätzliches Räum- und Streufahrzeug. Für dieses gab es allerdings kein Durchkommen mehr, da ein Lkw quer stand und mehrere Fahrzeuge ineinander gefahren waren. Aufgrund des Unfalls und der anhaltenden Glätte musste der Niederndorfer Weg in Richtung Hauptendorf komplett gesperrt werden.

Da die Polizeikräfte an ihre Grenzen kamen, wurde zur Unterstützung die Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach angefordert. Denn schon um 6.49 Uhr wurde der Polizei ein Auffahrunfall in Hannberg auf Höhe des Kirchenplatzes gemeldet. Eine Verschnaufpause für die Polizisten gab es nicht. Der nächste Unfall wurde um 7.31 Uhr aus der Vorstadtstraße in Weisendorf gemeldet. Hier war der Bus gegen ein Auto gefahren, verletzt wurde allerdings niemand.

Busse und Autos stehen quer

Im Viertelstundentakt ging es für die Beamten weiter. Gegen 7.45 Uhr rutschte ein Auto am anderen Ende des Dienstbereiches an der Vacher Waldspitze in den Graben. Der Fahrer schaffte es jedoch, ohne Hinzuziehung der Polizei sein Fahrzeug wieder flott zu bekommen. Um 8.10 Uhr wurde von Verkehrsteilnehmern dann eine Verkehrsbehinderung in der Ansbacher Straße in Herzogenaurach auf Höhe des ASV mitgeteilt. Mehrere Busse und Autos standen dort aufgrund der spiegelglatten Fahrbahn quer. Ein Wagen war mit Sommerreifen in den Graben gerutscht. Glück im Unglück hatten die Beteiligten, denn es war trotz der äußeren Umstände keinerlei Schaden entstanden.

Um 8.15 Uhr meldete sich dann eine Streife bei der Dienststelle. Die Beamten waren in Herzogenaurach im Bereich Erlanger Straße/Friedrich-Weiler-Platz zu einem Verkehrsunfall hinzugekommen, der natürlich umgehend aufgenommen wurde. Dabei wurde offensichtlich niemand verletzt.

Der plötzliche Wintereinbruch bescherte der Polizei Herzogenaurach nicht nur Unfälle. Gegen 8.35 Uhr rief ein verzweifelter Lkw-Fahrer die Polizei um Hilfe, dass er mit seinem Fahrzeug in Herzogenaurach an der Kreuzung Am Kuhwasen/Hans-Ort-Ring stehen würde. Der Fahrer wollte an der Kreuzung der Staatsstraße 2244 nach links abbiegen und kam aufgrund der dort herrschenden Fahrbahnglätte mit seinem Lkw nicht mehr vom Fleck.

Letztendlich brauchte auch eine Streife der Polizeiinspektion Herzogenaurach Unterstützung. Diese meldete sich um 8.53 Uhr aus Falkendorf von der Ansbacher Straße in Fahrtrichtung Höfen. Am dortigen Berg war es "spiegelglatt". Selbst der Streifenwagen kam nicht mehr weiter. Dann ging es für die Polizei wieder nach Herzogenaurach. Um 9.18 Uhr war ein Verkehrsteilnehmer in der Peter-Fleischmann-Straße mit seinem Auto alleinbeteiligt aufgrund der Glätte gegen einen dortigen Stromkasten gerutscht. Dabei war nur Sachschaden entstanden.

Gegen 9.54 Uhr wurde von einem unbeteiligten Verkehrsteilnehmer dann in Herzogenaurach im Bereich Bamberger Straße/Hans-Ort-Ring ein Auffahrunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen mitgeteilt. Ein Kleinbus war auf ein Auto aufgefahren. Die Kreuzung war laut dem Mitteiler blockiert.

Wenig später ging es quer durch das Dienstgebiet von Herzogenaurach zurück nach Weisendorf in die Auracher Bergstraße. Dort war es um 10.08 Uhr zu einem Auffahrunfall mit zwei beteiligten Autos gekommen. Verletzt wurde dabei niemand. Die nächste Meldung kam um 10.42 Uhr von einem Verkehrsteilnehmer. Dieser meldete, dass in Herzogenaurach auf der Kreisstraße 14 ein Kleintransporter im Graben liegen würde. Auch dort wurde augenscheinlich niemand verletzt. Um 11.47 Uhr wurde aus Niederndorf aus der Frauenauracher Straße gemeldet, dass ein Lkw in einen dortigen Gartenzaun gefahren wäre. Der Fahrer, der sich zunächst noch mit einer Anwohnerin unterhalten hatte, war letztlich dann doch weitergefahren.

Bis zum Mittag wurden durch die Kräfte der Polizei Herzogenaurach insgesamt elf Verkehrsunfälle abgearbeitet. Der Schwerpunkt lag dabei mit sieben Unfällen im Bereich Herzogenaurach. Drei Unfälle mussten im Gemeindebereich von Weisendorf aufgenommen werden. Ein Unfall fand in Hannberg statt. Dreimal wurden Verkehrsbehinderungen aufgrund massiver Glätte gemeldet, die jeweils ohne schlimmere Folgen verliefen. pol