In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat das Gremium Maßnahmen zur Kanalsanierung beschlossen, über die Fassadengestaltung der Schule beraten und eine Liste der geplanten Investitionen für die Haushaltsjahre 2017 bis 2020 verabschiedet.
Das Kanalsystem der Gemeinde ist in die Jahre gekommen und muss an den verschiedensten Stellen saniert werden. Wolfgang Harrer vom Ingenieurbüro Sauer und Harrer (Eggolsheim) war beauftragt worden, eine Zusammenstellung derzeit notwendiger Reparaturen zu erarbeiten. Er stellte den Räten diesen Schadensbericht vor und zeigte Schwachstellen auf, etwa wo Fremdwasser in die Kanalisation eintritt oder wo die Schwerpunkte des Fremdwasser-aufkommens liegen.
Nach der letzten Kanalbefahrung im Jahre 2008 sind immer mal wieder Schäden repariert worden. Aber inzwischen steht die Sanierung undichter Hauptanschlüsse, die Überprüfung der Grundstücksanschlüsse und die Ertüchtigung des Bächelleithegrabens zwecks Reduzierung des Fremdwassers an. Die schlimmsten Baustellen, das heißt alle Bereiche der schlechtesten Zustandsklasse 5, sollen baldmöglichst saniert werden.
Bezüglich der Vorgehensweise schlug Ingenieur Harrer eine über die Jahre verteilte, kontinuierliche Sanierung vor, mit dem Ziel, den derzeitigen Gesamtzustand des Systems zu erhalten und jeweils die schlimmsten Schäden zu beheben. Die Belastung für die Gemeinde, die die Kanalsanierung ja vorfinanzieren muss, wäre dann gleichmäßiger verteilt als es bei einer kostenintensiven Generalsanierung der Fall wäre. Letzten Endes müssen jedoch die Bürger die Kosten der Sanierungsarbeiten tragen: Ab 2016 sind die örtlichen Abwassergebühren bereits deutlich erhöht worden (Schmutzwasser von 1,65 Euro pro cbm auf 2,56 Euro und Niederschlagswasser von 0,18 Euro pro cbm auf 0,53 Euro pro cbm); für 2019 steht eine erneute Kalkulation an, und es ist abzusehen, dass eine weitere Erhöhung um schätzungsweise 1,40 Euro pro Kubikmeter nicht vermieden werden kann.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, für die ständige Sanierung der Kanalisation ein Budget von jährlich 130 000 Euro inklusive aller Nebenkosten festzulegen. Diese Summe soll jeweils fest in den Haushalt eingestellt werden. Das Ingenieurbüro Harrer wurde beauftragt, im Haushaltsjahr 2017 die bestehenden Kanäle zu vermessen und zu reinigen, die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Rohre zu überprüfen und festzustellen, ob die Regenwasserkanäle an den Bächelleithegraben angeschlossen und somit in den Hesselbach abgeleitet werden können.


Grau für die Schulfenster

Im Rahmen des Kommunalinvestitionsprogramms KIP können in der Grundschule Effeltrich neue Fenster eingebaut werden; die Gemeinde erhält Zuschüsse in Höhe von 90 Prozent der Kosten. Da die Farbe der Fensterumrahmungen den Gesamteindruck der Gebäudefassaden stark beeinflusst, hat das beauftragte Architekturbüro Siewertsen (Baiersdorf) verschiedene Entwürfe für die Fassadengestaltung vorgelegt. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für den Entwurf aus, bei dem Grau als Fensterrahmenfarbe die Grundtönung abgibt, vor der die freundliche und belebende Wirkung des vorgesehenen mehrfarbigen Fassadenanstriches zwischen den Fenstern und an einigen Wänden am besten zur Geltung kommt.
Kämmerin Christine Keusch legte im Rahmen der Haushaltsvorberatung eine Liste der für die Haushaltsjahre 2017 bis 2020 geplanten Investitionen vor. Die 40 Posten umfassende Liste, deren Gesamtkosten sich, über vier Jahre verteilt, auf circa 7 154 000 Euro belaufen, enthält Investitionen wie zum Beispiel ein neues Mannschaftstransportfahrzeug für die Feuerwehr Effeltrich, den Neubau des Feuerwehrhauses in Gaiganz, die Isek-Planungskosten oder auch Grundstückserwerb, die Brückensanierung Mittlerer Bühl, die Umgestaltung der Friedhöfe in Effeltrich und Gaiganz oder die Gehwegabsenkung in der Hauptstraße.
Alle Punkte fanden die Zustimmung der Räte; bisweilen wurde eine Verschiebung von Teilsummen in ein anderes Haushaltsjahr gewünscht.