Das alte Wissen weitergeben

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Ehrungen und Auszeichnungen gab es beim Gartenbauverein Feulersdorf. Von links: Kassier Josef Schütz (26 Jahre Mitgliedschaft), Kreisvorsitzender Günter Reif, stellvertretende Vorsitzende Petra Schütz (25 Jahre Mitgliedschaft), Bürgermeister Andreas Pöhner, Hobbygärtnerin Else Erlmann (Auszeichnung mit Landkreis-Model), Vorsitzende Heike Linz. Foto: privat
Ehrungen und Auszeichnungen gab es beim Gartenbauverein Feulersdorf. Von links: Kassier Josef Schütz (26 Jahre Mitgliedschaft), Kreisvorsitzender Günter Reif, stellvertretende Vorsitzende Petra Schütz (25 Jahre Mitgliedschaft), Bürgermeister Andreas Pöhner, Hobbygärtnerin Else Erlmann (Auszeichnung mit Landkreis-Model), Vorsitzende Heike Linz. Foto: privat

"Narren hasten, Kluge warten und Weise gehen in den Garten", zitierte Vorsitzende Heike Linz, den indischen Dichter Tagore, bei ihrer Begrüßung zur Hauptversammlung des Gartenbauvereins Feulersdorf. W...

"Narren hasten, Kluge warten und Weise gehen in den Garten", zitierte Vorsitzende Heike Linz, den indischen Dichter Tagore, bei ihrer Begrüßung zur Hauptversammlung des Gartenbauvereins Feulersdorf. Weiter sagte sie: "Wir hier auf dem Land haben den Luxus, einfach rauszugehen und die Karotte aus der Erde zu ziehen. Das sollten wir auch nutzen."

Der Kreisvorsitzende der Kulmbacher Gartenbauvereine, Günter Reif, betonte, dass das Gärtnern in den letzten Jahren wieder eine Aufwertung erfahren hat, nicht zuletzt durch gesellschaftliche Strömungen wie "Rettet die Bienen" und "Fridays for Future". "Das Wissen über die Zusammenhänge in der Natur ist auf den Dörfern erhalten geblieben", sagte er und appellierte an alle Großeltern, ihren Enkelkindern das alte Wissen weiterzugeben. Er selbst ging mit gutem Beispiel voran und erklärte in seinem Vortrag mit dem Titel "Was blüht denn da am Wegesrand", dass Gänseblümchen früher nicht nur zum Kränzeflechten dienten, sondern auch wichtige Heilpflanzen waren, deren Knospen man in Salate mischte. In Ermangelung von Süßigkeiten, erzählte Reif, habe er selbst als Kind die Blüten von Taubnesseln ausgelutscht: "Das waren unsere Gummibärchen".

64 Mitglieder

Den Feulersdorfern gratulierte Reif zur großen Vereinsstärke von aktuell 64 Mitgliedern. Viele von ihnen kümmern sich regelmäßig bei gemeinsamen Arbeitseinsätzen um die Grünflächen im Dorf, vor allem um den Hülweiher und den Spielplatz im Ortskern. Sie binden jedes Jahr die Osterkrone und pflegen die öffentlichen Rosenbeete. Der Verein veranstaltet Dorffest, Kirchweih und Weihnachtsfeier und bietet Ausflüge für Mitglieder an, unter anderem Keltereibesuche oder Stadtführungen.

"Ich freue mich, dass es in einer kleinen Gemeinde wie Wonsees, so viele Gartenbauvereine gibt. Sie kümmern sich aktiv um das Erscheinungsbild der Dörfer und das Gemeinschaftsleben", so der Wonseeser Bürgermeister Andreas Pöhner. Er überreichte der Feulersdorfer Hobbygärtnerin Else Erlmann die Model "Gärten für Mensch und Natur", eine Auszeichnung des Landkreises Kulmbach, für ihren Bauerngarten, in dem ein alter Nussbaum steht.

Ehrungen

Geehrt für 26 Jahre Mitgliedschaft wurde Josef Schütz, der seit 22 Jahren das Amt des Kassiers innehat. Ehefrau Petra Schütz wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Seit 2006 steht sie als stellvertretende Vorsitzende mit an der Spitze des Vereins.

Dieses Jahr kommt mit der Sanierung des Dorfhauses ein großes Projekt auf den Gartenbauverein Feulersdorf zu. red