Ein schönes Bild ergab sich, als am Sonntagmorgen sieben Kirchweih-Paare unter den Klängen von "Ein Haus voll Glorie schauet" in die festlich geschmückte Pfarrkirche einzogen. Der feierliche Gottesdienst wurde von Pfarrer Cyriac Chittukalam zelebriert. Dabei wurde an die Arbeit in der Landwirtschaft bzw. in den Gärten gedacht und Gott für die vielfältigen Gaben der Natur und die reiche Ernte gedankt.

Eingangs wurde jeder Kirchenbesucher mit einem Apfel als Erntegabe vom Obst- und Gartenbauverein Windheim unter Vorsitz von Gaby Kotschenreuther und Ursula Trebes beschenkt. Vor dem Altarbereich ließen Obst, Getreide, Blumen sowie eine gebundene Erntekrone und ein Erntedank-Brot das Gotteshaus ganz im Zeichen des Festtags erstrahlen. Die geweihten Erntedankgaben wurden nach der Messe sowie am Kirchweihmontag-Vormittag von Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins Windheim verkauft, wobei der Mehrerlös der Kirche als Spende zugutekommt. Ein Dank gilt hier den leider nur einigen wenigen, die das geweihte Obst und Gemüse sowie die Blumen erworben haben. Der Verein hätte sich hier noch mehr Abnehmer gewünscht. Der große Speisekürbis wurde an die örtliche Schule verschenkt, die den Riesen in der Schulküche sicherlich gut verwerten kann.

Gleichzeitig mit Erntedank wurde in Windheim auch das Kirchweihfest - eines der ältesten im gesamten Landkreis - begangen, das auf die Konsekration der Kirche am 13. Oktober 1613 durch Bischof Friedrich zurückgeht. Das nach einer neunmonatigen Sanierungsmaßnahme in neuem Glanz erstrahlende Gotteshaus St. Nikolaus wuchs durch mehrere Jahrhunderte hindurch zu seiner heutigen Gestalt. Eine Kapelle in Windheim wird bereits 1190 genannt. hs