Die CSU-Fraktion im Kreistag steht hinter dem Flugplatz in Haßfurt. Das bekräftigte Fraktions- und CSU-Kreisvorsitzender Steffen Vogel in einer Pressemitteilung.

Bei der Fraktionssitzung in Rügheim haben sich die CSU-Kreisräte mit der Situation und der Zukunft des Flugplatzes in Haßfurt befasst. Zunächst zeigten sich die Kreisräte enttäuscht, dass die Stadt Schweinfurt aus der GmbH ausgestiegen ist und damit die Trägerschaft nur noch bei der Stadt Haßfurt und dem Landkreis verbleiben wird. Dies sei deshalb ärgerlich, so Vogel, weil die Investitionen in den Luftraum F vor einigen Jahre auf Druck der Stadt Schweinfurt getätigt wurden, um der Firma SKF die Flüge mit größeren Maschinen nach Göteborg zu ermöglichen. Nunmehr fliegt SKF nicht mehr von Haßfurt aus und die Stadt zieht sich auch aus der Verantwortung und aus der Mitfinanzierung der GmbH zurück.

Der Haßfurter Stadt- und Kreisrat Volker Ortloff betonte die Bedeutung des Flugplatzes als wichtige Infrastruktureinrichtung für die Stadt und für den gesamten Landkreis. Ortloff betonte die Notwendigkeit des Flugplatzes als Landeplatz für Rettungshubschrauber für das Krankenhaus. Auch bei Organentnahmen werde von Haßfurt aus geflogen. Ortloff mahnte an, dass der Landkreis sich nicht aus der Trägerschaft zurückziehen solle, weil sonst die gesamte Trägerschaft bei der Stadt Haßfurt liege und diese den Platz nicht allein stemmen könne.

Fraktionsvorsitzender Steffen Vogel forderte, den Flugplatz nicht infrage zu stellen, sondern stattdessen das gesamte Gelände massiv aufzuwerten und zu einem zentralen Ausflugsziel im Landkreis weiterzuentwickeln. So sei es notwendig, dass wieder eine Gastronomie vor Ort sei.

Kreisrätin Cäcilie Werner (Wonfurt) bedauerte, dass man noch nicht einmal einen Kaffee am Gelände bekomme. Kreisrat Gerhard Zösch (Sand) erläuterte, dass früher der Flugplatz ein beliebtes Ausflugsziel gewesen sei. Oft seien Familien mit ihren Kindern zum Platz gegangen, um die Starts und Landungen der Flugzeuge oder die Fallschirmspringer zu beobachten.

Laut Vogel muss es gelingen, das Flugplatzgelände attraktiv für eine breite Öffentlichkeit zu machen, weil damit eine gesteigerte Akzeptanz durch die Bevölkerung einhergehe und bei der Bezuschussung nicht immer nur von der Unterstützung eines teuren Hobbys für einige wenige gesprochen werde, sondern von einer Infrastruktureinrichtung für die gesamte Bevölkerung.

Gastronomie muss her

Deshalb sei von zentraler Bedeutung, dass wieder ein gastronomisches Angebot am Platz zur Verfügung steht und dies nicht nur für die Bevölkerung vor Ort, sondern auch für Hobbyflieger aus anderen Regionen. Vogel rechnet damit, dass damit die Zahl der Starts und Landungen und somit die Einnahmen erhöht werden könnten. Insgesamt wünschen sich die CSU-Kreisräte eine Aufwertung. Dies könnte zum Beispiel mit der Einrichtung eines Kinderspielplatzes und anderer Freizeit- und Sporteinrichtungen geschehen, so Vogel. Das Gelände eigne sich auch für größere Veranstaltungen, sagte er. Wer dazu Ideen hat, kann sie unter mail@csu-hassberge.de weitergeben. red