In ihrer letzten Sitzung haben sich die Sonneberger Stadtratsmitglieder einstimmig und parteiübergreifend auf eine Resolution geeinigt. Einer Pressemitteilung zufolge fordert der Stadtrat der Stadt Sonneberg die Thüringer Landesregierung und die Bundesregierung auf, alles zu unternehmen, um die Energiepreise für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen auf ein verträgliches Maß zu reduzieren. Bürgermeister Heiko Voigt wurde damit beauftragt, auf die Umstände für Bevölkerung und Wirtschaft in Sonneberg mit Nachdruck hinzuweisen.

Anfang Oktober sind entsprechende offizielle Briefe an Bundeskanzler Olaf Scholz ( SPD ) und an den Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow ( Die Linke ) versandt worden. Deren Inhalt lässt sich wie folgt zusammenfassen: „Die Bevölkerung sowie auch die Akteure in Wirtschaft, Handel und Handwerk stehen vielfach mit dem Rücken zur Wand. Das Rückgrat unseres Wohlstands steht auf dem Spiel. Die Maßnahmen der bisherigen Entlastungspakete wirkten eher wie Strohfeuer“, kritisiert darin Bürgermeister Heiko Voigt.

„Die blanke Existenzangst“

Schnelle und unbürokratische Lösungen im Interesse der Menschen und Unternehmen seien gefragt. Der Staat müsse entschlossen, zielgerichtet und besonnen handeln, um der Bevölkerung und den Unternehmern die blanke Existenzangst zu nehmen.

Bad und Eishalle bleiben offen

Die Stadt und ihre Stadträte haben sich im Rahmen ihres kommunalen Einflussbereiches darauf geeinigt, dass den Bürgern nicht noch mehr Belastungen und Einschränkungen zugemutet werden. So wird – so lange es die gesetzlichen Vorgaben zulassen – das „Sonnebad“ mit Sauna trotz der hohen Energiepreise weiterhin geöffnet bleiben, und das gegen einen nur geringen Eintrittsaufpreis. Für Reha-, Schulsport, Babyschwimmen sowie Freizeit- und Vereinssport oder einfach zur Erholung stehen Bad und Saunalandschaft weiter zur Verfügung. Ebenso hat die Eishalle ihren Betrieb aufgenommen und ist für die Besucher wie jedes Jahr bis Ende März für den Kufensport im Vereins- und Freizeitbereich offen. Neben den sportlichen Aktivitäten sollen auch kulturelle Möglichkeiten in der Spielzeugstadt nicht zu kurz kommen. Das Gesellschaftshaus wird wie gewohnt einen Reigen an Veranstaltungen bieten. Auch die Beleuchtung in der Innenstadt zur Adventszeit soll nicht weggelassen werden. „Damit wollen wir versuchen, den Grundbedürfnissen unserer Bevölkerung Rechnung zu tragen“, sagt der Bürgermeister.

Zudem soll heute um 19 Uhr zum Thema Energiekrise eine parteiunabhängige Kundgebung auf dem Sonneberger Bahnhofsplatz stattfinden. red