Bisher war die Stelle des Kinderbeauftragten in Coburg immer ehrenamtlich besetzt. Das soll sich ändern. Der Kinderschutzbund Coburg fordert bereits seit langem, dass der Kinderbeauftragte hauptamtlich mit mindestens 20 Wochenstunden beschäftigt werden und ein eigenes Büro in der Verwaltung haben sollte. Damit wäre unter anderem die Möglichkeit geschaffen, dass die oder der Kinderbeauftragte nicht nur Anregungen geben, sondern sie auch selbst umsetzen kann.

Im Jugendhilfesenat am Mittwoch wurde das Thema aufgegriffen und dazu vom nicht-öffentlichen in den öffentlichen Teil der Sitzung verlegt. Einstimmig sprach sich das Gremium dafür aus, ein Kinderbüro in Coburg einzurichten. Das Anforderungsprofil an die oder den künftigen Kinderbeauftragte(n) sei mit dem Amt für Jugend und Familie abzusprechen, erläuterte Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD) dem Tageblatt auf Anfrage.

Diskussionen gab es um die Frage, ob die Satzung für den Kinderbeauftragten aufgehoben und damit der ehrenamtliche Posten gleich abgeschafft werden solle. Allerdings könne der Jugendhilfesenat ohnehin nur Empfehlungen aussprechen, so Nowak. Der Verwaltungssenat wird das Thema Kinderbüro nun vorberaten und der Stadtrat wird dann die Entscheidung treffen.

Jugendsozialarbeit ausgeweitet

Die Jugendsozialarbeit an Schulen wird ausgebaut: Die Berufsschule I, die bereits eine Vollzeitstelle hat, bekommt eine zweite dazu. Jeweils eine halbe Stelle bekommen die Berufsschule II und die Wirtschaftsschule Coburg. uso