Christa Lesch hat eine soziale Ader und ein Herz, das seit 50 Jahren für die Arbeiterwohlfahrt (Awo) schlägt. Bei der Jahreshauptversammlung des Mainleuser Ortsvereins hüpfte es vor Freude.

Die 70-jährige zählte zu den treuen Seelen der Vereinigung, die mit Ehrennadeln und Urkunden geehrt wurden (siehe Infobox).

Für die Jubilarin ist ein Wohlfahrtsverband wie die Awo ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft. "Er unterstützt die Benachteiligten und Schwachen und gibt ihnen eine Stimme", begründet die Geehrte aus Buchau ihre Sichtweise. Über die Arbeit mit Kindern war Lesch 1969 zur Awo gekommen. Während ihrer Ausbildung zur Fachlehrerin für Handarbeit und Hauswirtschaft an der Frauenfachschule in Neuendettelsau besserte sie in den Ferien als ehrenamtliche Betreuerin ihr Taschengeld auf. "Auf Kindererholungsmaßnahmen des Kulmbacher Ortsvereins sammelte ich Praxiserfahrung für meinen spätere Arbeit als Fachlehrerin am Awo-Förderzentrum", erzählt Lesch. Dabei habe sie die Erfahrung gemacht, dass jedes Kind anders sei. Die einen bräuchten Fürsorge, die anderen Trost und Zuspruch, meint die Rednerin, die beim Mainleuser Ortsverein zwischen 1989 und 2001 als Beisitzerin wirkte.

Ihre Gedanken schweifen zu Johannisfeuern, bei denen sie und ihr Ehemann Günter, der der Awo seit 40 Jahren die Treue hält, tatkräftig mit anpackten. Die Arbeit mit Kindern war Christa Leschs Lebensinhalt.

Vorsitzende Adelheid Wich bezifferte die Zahl der Mitglieder auf 280. Leider habe sich der im Herbst 2017 gegründete Kinder- und Jugendchor schon wieder aufgelöst. Dagegen erfreuten sich die Angebote für die ältere Bevölkerung großer Beliebtheit.

Gymnastik-Leiterin gesucht

Mit einem Personalproblem habe die Gymnastik- und Tanzgruppe der Senioren zu kämpfen. Für Leiterin Doris Sahr sei Sigrid Fuchs eingesprungen. "Sie kann ab Mai nur noch alle 14 Tage an den Treffen teilnehmen. Wir müssen eine Lösung finden", sagt die Vorsitzende.

Die Garde "Young Diamonds", in der Kinder bis zum Alter von 14 Jahren getanzt haben, gibt es wegen Mangels an Aktiven nicht mehr. Das ging aus dem Bericht von Miriam Zeller hervor. Dafür habe die Gruppe "Flashlights" der über 18-Jährigen wachsenden Zuspruch, und auch bei der Juniorengarde (14 bis 18 Jahre) werde fleißig getanzt. Wich hatte zuvor in ihrem Jahresrückblick mitgeteilt, dass sich an den 63 Trainingseinheiten der zwei Gruppen 488 Kinder, Teens und Twens beteiligt haben.

Mit Jochen Otte, einem 62-jährigen Erzieher aus Kulmbach, stellte sich ein neuer Mitarbeiter des Mehrgenerationenhauses vor. Kreisvorsitzende Inge Aures und der Mainleuser Bürgermeister Robert Bosch würdigen das Engagement des Ortsvereins zum Wohle der Allgemeinheit. Stephan Stöckel