Klein-Venedig als erstes Ziel. Der Tagesausflug der Nüdlinger Chorgemeinschaft nach Bamberg startete direkt mit einer Besichtigung an der Regnitz, gleich na...
Klein-Venedig als erstes Ziel. Der Tagesausflug der Nüdlinger Chorgemeinschaft nach Bamberg startete direkt mit einer Besichtigung an der Regnitz, gleich nach einer kurzen geschichtlichen Einführung durch die Stadtführerin Martina Pristel. An den linken Regnitzarm Richtung Bergstadt schmiegt sich eine Reihe von wunderschönen Fischerhäuschen eng am Ufer entlang. Die Keller der Häuser waren früher zum Wasser hin offen und erinnern an die berühmte Stadt in Italien.
Von Dom bis Altes Rathaus
Anschließend ging es zum Domberg hinauf, um die Keimzellen Bambergs zu besichtigen. Dort stehen Bamberger Dom mit dem berühmten Hochgrab des heiligen Kaiserpaares Kunigunde und Heinrich II., das von Tilman Riemenschneider gestaltet wurde. Außerdem findet sich hier der mysteriöse "Bamberger Reiter", der Marienaltar von Veit Stoß und auch das Grab von Papst Clemens II. Nach einer kurzen Zusammenfassung der Historie zur Alten Hofhaltung sowie der angrenzenden Neuen Residenz, führte die Gästebetreuerin zur Inselstadt.
Vorbei an schönen Fachwerkhäusern, gelangte der Chor mitten in das Zentrum Bambergs zu einem der schönsten Bauwerke Deutschlands, dem Alten Rathaus. Beeindruckend ist dieses Gebäude vor allem durch seine Fresken, die der Fassade durch ihre Scheinarchitektur Plastizität verleihen. Ein besonderes Detail: Das Bein einer der Putten ragt als Skulptur aus den Wandfresken heraus und sorgt für allgemeine Erheiterung. Heute beherbergt das Alte Rathaus den repräsentativen Rokokosaal und die kostbare Porzellan-Sammlung Ludwig.
Ehrenmal des Sängerbundes
Eine eineinhalbstündige Flussfahrt auf der Regnitz und dem Main-Donau-Kanal rundete die Stadtführung bei wunderschönem Wetter ab. Der Ausflug der Chorgemeinschaft ging mit dem Bus weiter nach Memmelsdorf zur Besichtigung von Schloss Seehof, das einst das Jagdschloss der Fürstbischöfe Bambergs war. Erst im Jahre 1975 wurde dieses Schloss vom Freistaat Bayern gekauft. Danach begann eine aufwendige Sanierung, die 1990 abgeschlossen wurde. Ein großes Glück für die Besucher, denn nun ist dieses wunderschöne Schloss wieder zu besichtigen. Von der Pracht des einstigen Rokokogartens zeugen unter anderem die wiederhergestellte Brunnenkaskade mit ihren beeindruckenden Wasserspielen sowie einige erhaltene Sandsteinskulpturen von Ferdinand Tietz.
Litzendorf war anschließend das nächste Etappenziel, um dort das Ehrenmal des Fränkischen Sängerbundes zu besuchen. Zu Fuß ging es auf den Hahnberg hinauf zur Gedenkstätte. Es besteht aus zwölf Kalksandstein-Säulen und ist das einzige Sängerehrenmal Deutschlands. Die Säulen sind vier Meter hoch und um einen Sarkophag ähnlichen Altar gruppiert.
Die Mitglieder des Chors nahmen Einsicht in die ausliegenden Gedenkbücher für die verstorbenen Mitglieder des Fränkischen Sängerbundes und trugen sich danach in das Gästebuch ein.
red