Ein Fußballferien-Camp fand auf dem Sportgelände der DJK-SC Oesdorf statt. Betreut wurde das Camp von dem eingespielten Trainerteam des 1. FC Nürnberg sowie von den ehrenamtlichen Helfern des Sportvereins Oesdorf.

Die große Frage im Vorfeld lautete: Kann man in Corona-Zeiten ein Fußballferiencamp durchführen? Und wenn ja, wie? Kann man die Hygieneauflagen erfüllen, damit kein Kind gefährdet wird? Haben die Trainer und Betreuer überhaupt Kapazitäten?

Seit drei Jahren sparen sich die Betreuer mehrere Urlaubstage auf, um für die Kinder in den Ferien etwas auf die Beine zu stellen. In diesem Jahr war das noch viel schwieriger. Trotzdem haben es die Oesdorfer zusammen mit dem Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Nürnberg geschafft. Als die Corona-Krise begann, haben die Erwachsenen oft über die wirtschaftlichen Auswirkungen gesprochen. Aber was macht es mit den Kindern, wenn die sozialen Kontakte fehlen, da zum Beispiel kein Jugendtraining in den Vereinen stattfinden konnte? Genau aus diesem Grund wurde allen Widrigkeiten zum Trotz das Feriencamp durchgeführt.

Sicherlich - es war nicht wie in den letzten Jahren. Nur 37 Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren aus verschiedenen Vereinen waren zu Gast in Oesdorf. Mit mehr Kindern hätte man die Auflagen nicht erfüllen können. Es durften keine Eltern das Sportgelände betreten, da Zuschauer verboten waren. Die Kinder mussten innerhalb ihrer Gruppe bleiben. Es herrschte außerhalb des Platzes Maskenpflicht und beim Mittagessen wurden strenge Hygieneregeln eingehalten. Auch das dritte Fußballcamp in Oesdorf in Zusammenarbeit mit dem FCN war keine Kommerzveranstaltung. In den letzten Jahren hatten die Oesdorfer Verantwortlichen für das Camp immer mehrere Sponsoren, damit die Unkosten gedeckt waren und zumindest ein paar Euros übrig geblieben sind. In diesem Jahr war es schlichtweg nicht möglich, Sponsoren anzusprechen. Zum einen war bis kurz vor dem Termin nicht klar, ob das Camp überhaupt stattfinden kann. Hinzukam, dass auch viele Firmen selbst nicht wissen, wie es in der nächsten Zeit weitergehen wird.

Die Trainer des Nachwuchsleistungszentrums stellten ein abwechslungsreiches Programm an den drei Tagen zusammen. Es wurde täglich über fünf Stunden trainiert, geübt, gespielt und sich ausgetobt. Passen, dribbeln, Zweikampf, Tore schießen und verhindern waren die Schwerpunkte in der Praxis. Besonders Spaß machte die Fußball-Olympiade am letzten Tag.

Auch Vereinschef Peter Münch hatte mit Vor- und Nachbereitung eine ganze Woche Urlaub geopfert. Er sagt: "Ich möchte mich bei den Helfern Jörg Werner, Janin Friedel, Andrea Münch und Reiner Messbacher bedanken, die dafür gesorgt haben, dass wir für die Kids dieses tolle Camp anbieten konnten.". Als Gastgeschenk wurde den Gastgebern zum Abschluss ein Spielball mit allen Unterschriften der aktuellen Profispieler des 1. FC Nürnberg überreicht. Das nächste Fußball-Feriencamp findet voraussichtlich in der ersten Augustwoche 2021 statt. red