Das ist das Ergebnis einer Geschwindigkeitsmessung, deren Auswertung Bürgermeister Alexander Schneider (UWG) in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung vorstellte. Im Ergebnis wäre eine kommunale Verkehrsüberwachung in beiden Ortsteilen sinnvoll, waren sich die Räte einig.

Die Messungen hatten ergeben, dass im Überwachungszeitraum der Marktstraße in Platz 484 Verkehrsteilnehmer (21 Prozent) verwarnt worden wären, 22 hätten einen Bußgeldbescheid bekommen. Weniger Überschreitungen gab es an der Bushaltestelle in Geroda, was auf die kurvige Ortsdurchfahrt zurückzuführen sei, sagte Schneider. Dort wären 46 Verkehrsteilnehmer verwarnt und ein Bußgeld verhängt worden.

Die Messstelle Krummer Graben in Geroda ergab 138 Überschreitungen mit Verwarnung sowie zwei Bußgeldbescheide. Aufgrund der Auswertung könnte eine Verkehrsüberwachung mit "einer schwarzen Null" durchgeführt werden. Deshalb wird der Bürgermeister jetzt ein Angebot von der gGKVS, gemeinnützige Gesellschaft für Kriminalprävention und Verkehrssicherheit, einholen. Auch will sich die Gemeinde informieren, wie viel mobile Geschwindigkeitstafeln kosten.

Bushaltestellen werden verlegt

Verlegt werden soll jetzt die Bushaltestelle Krummer Graben direkt an die B 286 in Geroda. Die Ortsschilder dürfen deshalb zwar nicht versetzt werden, es wird jedoch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Stundenkilometer geben. Allerdings dürfen die Fahrgäste dort nur in Fahrtrichtung Bad Brückenau ein- und aussteigen. Ein Standort für eine weitere Bushaltestelle muss noch gefunden werden. Denn geplant ist die Auflösung der beiden anderen Bushaltestellen Krummer Graben und Bürgerhaus.

Für die Anlage der neuen Bushaltestelle geht Bürgermeister Schneider von Kosten in Höhe von 10 000 bis 15 000 Euro aus. Angebote werden jetzt eingeholt. Auch sollen die Bushaltestellen an den Ortsdurchfahrten in Platz und Geroda barrierefrei gestaltet werden. Weiter teilte der Bürgermeister mit, dass die Angebotskosten für die Straßensanierung Boxhecke in Geroda um 4650 Euro überschritten wurden. Dies billigte das Gremium einstimmig.

Die jüngste Aktion der Marktgemeinde Geroda - jeder Bürger erhielt eine Mund-Nasen-Bedeckung - sei "auf sehr große positive Resonanz" gestoßen, freute sich Schneider. Er dankte Gemeinderätin Monika Bienmüller (UWG), die sich vorrangig um die Durchführung gekümmert hatte. Durchgewunken wurde der Antrag auf Baugenehmigung der Nutzungsänderung eines Kellergeschosses in einen Behandlungs- und Meditationsraum in Geroda. Auch gegen den Antrag auf Vorbescheid zum Errichten eines Lagerplatzes mit Halle und Fahrsilobebauung in Platz hatte das Gremium keine Einwände.