Strahlender Sonnenschein und gut gelaunte Kinder waren die besten Voraussetzungen für das Pretzfelder Projekt "Bushäuschen verschönern" an der Kreisstraße Richtung Kirchehrenbach.

Dritter Bürgermeister Gerhard Kraft (FW) hatte im Frühjahr die Idee, dass man das beschmierte Bushäuschen doch von Kindern bemalen lassen könnte. "Damit kam er dann zu mir", erklärte Tanja Dvorak, Jugendbeauftragte der Marktgemeinde Pretzfeld. Sie wiederum besprach die Idee mit Bürgermeisterin Rose Stark (SPD/Ökologen). Schnell kam man zu dem Entschluss, dass man Eva Gebhard von der "Landwirkstatt" ins Boot holen könnte, denn sie bietet bereits Aktionen im Ferienprogramm an. So gab es einen Aufruf in der zweiten, dritten und vierten Klasse der Grundschule und 12 Kinder meldeten sich für die Aktion an.

Beim ersten Treffen mit Eva Gebhard erzählte diese den Schülern die Geschichte vom Urwald und einer Schlange, die dort die Farben gefressen hatte. Als sie sich gehäutet hatte, wurde der Urwald wieder richtig bunt. Diese Geschichte malten zehn der Kinder dann am Samstag an die Innen- und Außenwand des Bushäuschens an der Abzweigung Richtung Altreuth.

"Die Kinder haben das frei, ganz ohne Vorlage gemalt. Sie waren ganz konzentriert und haben nicht sich, sondern die Wände bemalt", erzählt Tanja Dvorak. Auch die Bürgermeisterin war kurz gekommen und hatte die Kinder gelobt. Außerdem stellte sie in Aussicht, dass vielleicht noch andere Bushäuschen bemalt werden dürften. Eigentlich hätte die Aktion bereits eine Woche früher stattfinden sollen, doch da hatte starker Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

"Traurig hat mich gemacht, dass die Autos an uns vorbeigerast sind", sagte die Jugendbeauftragte. Die Gemeinde hatte wohl Verkehrsschilder mit 30 Stundenkilometern aufgestellt und die Stelle war durch Bauzaun, Warndreieck und Autos abgesichert worden, "allerdings hat sich niemand dran gehalten. Obwohl die Autofahrer sahen, dass da Kinder malen", schimpfte Dvorak.

Doch darüber machten sich die Kleinen keine Gedanken. Sie freuten sich an ihrem Bild vom Urwald und der Schlange.