Wenn die Senioren aus Pinzberg, Gosberg und Dobenreuth wegen der Corona-Pandemie nicht zum Adventsnachmittag kommen dürfen, dann kommt Bürgermeisterin Elisabeth Simmerlein (FW) eben zu ihnen - zumindest ein bisschen.

Die Idee, die Senioren zu Hause zu besuchen und eine kleine Aufmerksamkeit sowie zwei FFP-Masken zu bringen, keimte eigentlich schon im Oktober auf, berichtet Bürgermeisterin Simmerlein. "Seit klar war, dass die Adventsfeier für die Senioren nicht stattfinden kann, habe ich den Gemeinderat in der letzten Sitzung darüber informiert, dass wir die Schutzmasken zu den Senioren bringen, damit diese nicht zu den Masken ins Rathaus kommen müssen."

Bei diesem Nachmittag, der für die Senioren in der Gemeinde abgehalten wird, gibt es stets Kaffee und Kuchen, Liederbeiträge vom Gesangsverein sowie Weihnachtsgeschichten, und man stimmt sich bei angeregten Gesprächen auf die stade Zeit ein. Simmerlein erklärt: "Mit diesem persönlichen Besuch möchte ich unseren Senioren sagen, dass wir sie in dieser momentanen Krise nicht vergessen haben." Der 71-jährige Pinzberger Erich Langenfelder sagt zu der Aktion: "Ich freue mich. Es ist schön, dass so etwas gemacht wird." Er fügt hinzu: "Es ist schwer, in dieser Zeit runterzukommen. Aber diese Aktion hilft ein wenig dabei." Er dankte Simmerlein für die guten Wünsche. Lachend sagte Simmerlein zur Verteilung der Geschenke: "Jeder, der ein Geschenk bekommt, darf sich als Senior fühlen, denn genau diese Gruppe wollen wir in dieser schwierigen, teils einsamen Pandemie-Zeit erreichen und so eine kleine Freude bereiten". Sollten jemand vergessen worden sein, könne er sich bei ihr melden, sagt die Bürgermeisterin.