Die Bürger der Ortschaften Wüstendorf und Pöhl feierten kürzlich die Einweihung des Wasserhäuschens am Wüstendorfer Bach, das bis vor einigen Jahrzehnten zur Trinkwasserversorgungsanlage gehörte. Zuletzt war es ohne Funktion und drohte zu verfallen. Im Namen der Ortsgemeinschaft hatte sich Fritz Müller, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, deshalb 2017 an die Gemeinde gewandt.

Nachdem die Bürger ihre Unterstützung bei der Erneuerung angeboten hatten, stellte der Mainleuser Gemeinderat 4000 Euro für einen seiner kleinsten Ortsteile bereit. Nun strahlt das Pumpenhaus in neuem Glanz.

Der Feuerwehrverein lud zu einer "Feier der Erneuerung" ein, die vom Buchauer Posaunenchor musikalisch begleitet wurde. Fritz Müller betonte den Wert des Pumpenhäuschens für Wüstendorf und bedankte sich beim Markt Mainleus für die Unterstützung. "In einer Gemeinschaftsleistung von Bürgern und Kommune haben wir das Gebäude vor dem Verfall gerettet und für die Nachwelt erhalten. Für uns hat das Pumpenhäusla eine wichtige ideelle Bedeutung, wir haben uns gerne ehrenamtlich mit eingebracht", so Fritz Müller.

Mit Leidenschaft dabei

Bürgermeister Robert Bosch lobte den Feuerwehrverein Wüstendorf-Pöhl für die Initiative und die leidenschaftliche Mithilfe bei der Instandsetzung. Die Bürger hätten mit ihrem Einsatz für das Häuschen nicht nur einen Teil der Siedlungsgeschichte bewahrt, sondern ein weiteres Stück Ortsgeschichte geschrieben.

In der ökumenischen Andacht erinnerte Pfarrer Ulrich Jobst an die Bedeutung des Wassers für die Menschen. Im Anschluss segnete er mit Diakon Florian Will das Pumpenhäuschen. red