Der Neubau der Streitmühlbachbrücke an der Staatsstraße 2182 wird für das Staatliche Bauamt Bayreuth und die Gemeinde Himmelkron zu einem Kraftakt. Das machte Baudirektor Christoph Schultheiß am Dienstagabend in der Sitzung des Gemeinderats deutlich. Allein der erste Bauabschnitt werde Gesamtkosten von rund 1,2 Millionen Euro verschlingen.

Wegen des baulichen Zustands und der damit verbundenen Gefährdungslage soll mit den Arbeiten bereits im Frühjahr 2021 begonnen werden. Der Gemeinderat verabschiedete deshalb die Vereinbarung zwischen dem Freistaat Bayern und der Gemeinde für den ersten Bauabschnitt einstimmig. Geregelt ist darin die Kostenaufteilung. So kommen auf die Kommune für die Gehsteigfläche Ausgaben von rund 200 000 Euro zu.

Zwei Bauabschnitte

Zweiter Bürgermeister Harald Peetz (CSU), der kurzfristig für das in Quarantäne befindliche Gemeindeoberhaupt die Sitzungsleitung übernehmen musste, stellte fest, dass der Neubau der Streitmühlbachbrücke in zwei Bauabschnitten durchgeführt wird. "Der erste Abschnitt mit einer Länge von 43 Metern im Bereich des Partnerschaftsplatzes wird von März bis Juli nächsten Jahres umgesetzt, in dieser Zeit ist auch die Ortsdurchfahrt komplett gesperrt." Der zweite Bauabschnitt mit rund 70 Metern folge dann 2022 in Richtung Sparkasse. Hier werde die Sperrung noch etwas länger dauern. "Es ist ein Batzen, der auf uns zukommt, zumal wirkeine Förderung darauf bekommen. Aber es war schon seit einigen Jahren abzusehen, dass dieses Projekt auf uns zukommen wird", sagte Peetz.

Enorme Schäden

Christoph Schultheiß und Florian Deuerling vom Staatlichen Bauamt stellten dem Gremium die genauen Planungen vor. Bei der Brücke handele es sich um ein Rahmenbauwerk, das teilweise unter der Markgrafenstraße verlaufe. Bei der letzten Prüfung 2019 sei festgestellt worden, dass die Schäden noch einmal zugenommen hätten. Es gebe Abplatzungen und eine freiliegende und stark angerostete Bewehrung. Der besonders geschädigte Bereich beim Partnerschaftsplatz sei daraufhin mit Baken halbseitig gesperrt worden. Die Kosten des Projekts würden im Verhältnis der Fahrbahn- und Gehwegbreite aufgeteilt. Das Staatliche Bauamt übernehme den Kostenanteil für die Fahrbahnbreite von 6,60 Metern, die Gemeinde Himmelkron für einen 1,50 Meter breiten Gehweg.