Dominik Biedermann ist der neue Vorsitzende der SPD Ludwigschorgast. Ohne Gegenstimme wurde der 31-Jährige bei der Hauptversammlung zum Nachfolger von Tobias Braunersreuther gewählt, der aus Altersgründen nicht mehr kandidiert hatte. Der scheidende Vorsitzende sagte: "Alles hat seine Zeit. Jetzt sollen mal Jüngere ran." Die Neubesetzung war in kürzester Zeit geglückt, der Generationswechsel an der Spitze vollzogen.

23 Jahre liegen hinter Braunersreuther. "Uns war ein gut funktionierendes Dorfleben immer wichtig", betonte der 75-Jährige in seinem etwas anderen Rückblick zum Abschied. Jedenfalls habe der SPD-Ortsverein mit zahlreichen Aktionen einen maßgeblichen Beitrag dazu geleistet. Bis Corona reichte der alljährliche Veranstaltungsmix vom Fischessen über das Sommerfest und den Ausflug bis hin zum Schafkopfrennen und Kegelturnier. Fischlarennen und Ostereiersuche seien bei den Kindern und Eltern ohnehin nicht mehr wegzudenken. "Die vielfältigen Aktivitäten waren es auch, mit denen wir als Partei die Menschen am ehesten erreicht haben", zeigte er sich sicher.

Unvergessen bleibe die 70-Jahr-Feier des Ortsvereins. Dass die SPD bei der Kommunalwahl wieder vier von acht Sitzen im Gemeinderat holen konnte, freute Braunersreuther besonders.

Gleichzeitig berichtete der scheidende Vorsitzende aus der Arbeit des Gemeinderats, in die sich die SPD-Fraktion engagiert mit dem Ziel einbringe, den Ort noch attraktiver zu machen. Als zukunftsweisende Maßnahmen bezeichnete er den Kindergartenanbau und die Ausweisung des Baugebietes "Rother Bühl II". Daneben sei der Bebauungsplan "An der alten Wirsberger Straße III" auf den Weg gebracht worden. Ein weiteres Großprojekt erwarte die Kommune im nächsten Jahr. Marode Kanäle und die Wasserleitung in der Bahnhofstraße sollen im Zuge des Umbaus der Kreuzung an der Bundesstraße 303 erneuert werden. "Das Thema Abwasser wird die Gemeinde noch länger beschäftigen", machte Braunersreuther klar. Er freute sich besonders über drei neue junge Mitglieder.

Das eingeschränkte Vereinsleben durch die Pandemie brachte Schriftführer Klaus-Peter Kugler auf den Punkt. Den Mitgliederstand bezifferte er auf 26 Personen.

Kassier Helmut Schmidt vermeldete eine solide Finanzlage. Josef Wagner und Oswald Ott bestätigten ihm eine saubere Buchführung.

"Wir brauchen jetzt nicht mehr mit gesenkten Köpfen durch die Gegend laufen, jetzt regieren wir", gab sich Kreisvorsitzende MdL Inge Aures selbstbewusst.

Zum Vorsitzenden wurde Dominik Biedermann gewählt, seine Stellvertreterin ist Elli Konrad. Als Kassier fungiert Helmut Schmidt, als Schriftführer Klaus-Peter Kugler. Beisitzer sind Silke Schramm, Thomas Ittner, Uwe Wittmann, Petra Homm, Jürgen Beyer und Tobias Braunersreuther. Revisoren bleiben Josef Wagner und Oswald Ott. red