Auf drei teils ruinöse Jahre für Waldbesitzer ging Vorsitzender Ludwig von Lerchenfeld bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Unser Frankenwald ein. Trockenheit und Borkenkäferbefall hätten die Arbeit von zwei Generationen zunichte gemacht. Früher seien die sonst üblichen Gewinne für Investitionen oder zur Altersvorsorge genutzt worden, das sei vielfach nicht mehr möglich. Im Sinne der Nachhaltigkeit, so von Lerchenfeld, solle der Frankenwald durch umsichtiges Aufforsten fit für die Herausforderungen der nächsten 100 Jahre gemacht werden.

Der 2019 gestartete Pflanzmarathon in den drei Landkreisen Kronach, Kulmbach und Hof sei dabei ein besonders wichtiger Baustein. Der Vorsitzende bedauerte, dass die Vereinsarbeit unter der Pandemie gelitten hat, Aktionen zur Steigerung des Bekanntheitsgrads des Vereins habe man auf Eis legen müssen.

Im Rahmen des Pflanzmarathons konnten bislang drei Aktionen mit den jeweiligen Grundschulen in Presseck, Geroldsgrün und Marktrodach durchgeführt werden. 80 Prozent der Setzlinge sind angewachsen. Die nächsten Aktionen sind in Wallenfels, Stadtsteinach und Schwarzenbach geplant. Hubert Bähr und Ralf Kremer wiesen darauf hin, dass sich auch private Grundstückseigentümer für diese Aktionen melden können.

Kassier Robert Kaiser berichtete von einem kleinen Überschuss. Die Mitgliederzahl bezifferte er auf 294 Mitglieder, davon sind 44 Kinder. Nadine Fitzner, die mit Melanie Raab die Kasse geprüft hatte, bescheinigte Kaiser eine ordentliche Buchführung.

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender Ludwig von Lerchenfeld, Stellvertretende Vorsitzende Ralf Kremer und Hubert Bähr, Kassier Robert Kaiser, Schriftführerin Marion Walter. Zu neuen Revisoren wurden Susanne Kaiser und Klaus Müller ernannt.

In seinem Ausblick betonte der alte und neue Vorsitzende, dass es enorm wichtig sei, den Frankenwald als Wirtschaftswald im Sinne von "Schützen durch Nutzen" weiterhin aktiv zu bewirtschaften. Dadurch wird ein schneller, nachhaltiger Waldumbau sichergestellt. Kahlgeschlagene Flächen mit Hackschnitzel nützten letztlich niemandem.

Im Vorfeld war bereits über die Möglichkeit diskutiert worden, mit Gruppen wie "Fridays for Future" eine gemeinsame Aktion oder Exkursion zu organisieren. Die Anwesenden waren sich einig, dass es nicht genüge, nur die CO 2 -Vermeidung einzufordern. Hubert Bähr