Der CSU-Ortsverband Weißenbrunn nominierte am Sonntag im Gasthaus Räther seinen Ortsvorsitzenden und Zweiten Bürgermeister Michael Bohl zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl am 15. März 2020. Der 42- jährige Schreinermeister ist waschechter Weißenbrunner und in einer alten Handwerkerfamilie aufgewachsen. "Vom Reden alleine macht sich die Arbeit nicht, daher bin ich ein Anpacker und Macher, kann aber den Menschen auch gut zuhören", so charakterisierte sich Bohl selbst. Bohl, verheiratet mit Ehefrau Andrea und Vater einer Tochter, ist seit 2014 Zweiter Bürgermeister im Bierdorf. In diesen Jahren habe er viel an Erfahrung sammeln können. Die CSU habe einiges mitangestoßen, so ein neues Baugebiet, eine neue Friedhofsgestaltung, und habe viele Vorschläge in das Gemeindeentwicklungskonzept eingebracht. Diese Erfahrungen möchte er mit großem Engagement als Bürgermeister einsetzen, betont Michael Bohl und fügt hinzu: "Ich bin es gewohnt, lange und viel zu arbeiten!" Schon von Kindesbeinen an sei er bei mehreren örtlichen Vereinen verwurzelt und mit ihnen aufgewachsen, wie etwa beim TSV Weißenbrunn und der Kirchweihgesellschaft.

Bohl gibt ein klares Ziel vor: "Wir müssen unsere Gemeinde finanziell besser aufstellen, ohne sie einfach nur totzusparen." Es sei ihm bewusst, dass "das ein riesiger Spagat und eine große Aufgabe" sein werde, aber gemeinsam könne man es schaffen, fordert er die Mitglieder zum Zusammenhalt auf.

In seinem Jahresbericht rief Bohl etliche Aktivitäten des 22 Mitglieder zählenden CSU-Ortsverbandes in Erinnerung. Insbesondere wirkte man bei der Gestaltung der Kerwa und des Weihnachtsmarktes mit und führte unter Regie von Markus Pohl eine Aktion "Osterhase im Paradies" durch.

Bei den Neuwahlen wurde Michael Bohl als Erster Vorsitzender bestätigt. Gewählt wurde als Zweiter Vorsitzender Ralf Ossmann, Schatzmeister Alexander Bauer, Schriftführer Markus Pohl, Beisitzer: Frank-Jürgen Oehrlein, Marco Mäder, Philipp Schwarz.

Gemeinderat Alexander Bauer berichtete für die fünfköpfige CSU-Fraktion aus dem Gemeinderat, wo es in jüngster Zeit Widrigkeiten und sogar Beleidigungen im Ratsgremium gebe. Ein weiteres negatives Beispiel sah Bauer in der Ablehnung des Haushalts durch Ratsmitglieder sowie die grundsätzlich ablehnende Haltung zu vielen Neuerungen und Investitionen. Die CSU- Fraktion wolle dieser Blockadehaltung durch konstruktive gute Arbeit im Gemeinderat, entgegenwirken. eh