Die Alpenrepublik Österreich hat in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder exzellente Bluesmusiker, wie Ernst Molden, Oliver Mally oder Ripoff Raskolnikov hervorgebracht. Letzterer spielt am Ostersonntag, den 16. April, um 21 Uhr im Gasthof "Zur Linde" in Unnersdorf.
Der Sound des Bluesmusikers, Singer-Songwriters und Gitarristen, der seit ein paar Jahren in Ungarn lebt, ist von legendären Bluesmusikern wie Muddy Waters oder Skip James geprägt. Aber auch diverse Folkmusiker haben ihn inspiriert.


Selbsterlebtes

Der gebürtige Linzer erinnert von seiner Bühnenpräsenz und vom Inhalt seiner Lieder her stark an den amerikanischen Blues-Barden Tom Waits. Seine Stimme ist allerdings meilenweit vom knurrend-knarzenden Organ seines Idols entfernt und auch seine Musik hat mit dem schrägen Sound des US-Amerikaners nur wenig gemein.
Raskolnikovs Texte sind in der Ich-Form geschrieben. Sie erzählen von selbsterlebten, durchwegs enttäuschenden Ereignissen, die etwas Selbstmitleid durchscheinen lassen. In den vergangenen Jahren feierte das Blues-Urgestein aus Oberösterreich, Jahrgang 1955, in seiner Wahlheimat Ungarn große Erfolge, wo er jüngere Musiker mit seinem eigenen Stil stark beeinflusst.


Aus dem aktuellen Album

In Unnersdorf präsentiert der Künstler die Stücke seines aktuellen Albums "Odds And Ends", auf dem er einen mitreißenden, eckig-kantigen Sound voller Seelenschutt erzeugt, der zwischen Blues, Rock und Folk pendelt. Von der Kritik hochgelobt wurde auch sein Album "Everything Is Contemporary" aus dem Jahre 2006, von dem die amerikanische Fachzeitschrift "Blues Review" einst schwärmte: "Darauf erteilt er dem Zuhörer eine Lektion, wie zeitlos Blues sein kann."