VON Andreas Oswald

Forchheim — Auf 8760 Euro belaufen sich die durchschnittlichen Kosten eines Wertstoffhofes - 30 betreibt der Landkreis und gibt, mit Nebenkosten, jährlich 262 000 Euro dafür aus. Deshalb ist die Verwaltung vom Umweltausschuss mit der Suche nach Einsparmöglichkeiten beauftragt worden. Das Ergebnis, das die Leiterin des Geschäftsbereiches Abfallwirtschaft, Angelika Ulbricht, jetzt präsentiert, heißt schlicht und ergreifend: Schließung einer Reihe von Wertstoffhöfen. Fünf Sammelstellen weniger erbrächten bereits rund 43.800 Euro Kostenersparnis pro Jahr. Es sei durchaus möglich bis zu zehn Wertstoffhöfe - und zwar solche, die ohnehin schlecht frequentiert würden - dicht zu machen. Deponieleiter Gerhard Raab verwies auf das gut funktionierende Parallelsystem mit dem gelbem Sack , das eine Entsorgung wie kaum anderswo garantiere. Die Kreisräte waren nicht begeistert von den Vorschlägen zur Reduktion der Wertstoffhöfe. Manfred Hümmer (FW) verwies darauf, dass nicht jeder über ein Auto verfüge und erinnerte an die Stärkung des ländlichen Raums. SPD-Kreisrat Wolfgang Fees sah die Sache ebenfalls kritisch. 8000 Euro seien es wert, einen Wertstoffhof aufrecht zu erhalten. Und auch Landrat Hermann Ulm bekannte sich persönlich als "Fan von einem Wertstoffhof vor Ort". Die Verwaltung wurde beauftragt weitere Einsparmöglichkeiten bei den Wertstoffhöfen zu erarbeiten und konkrete Modelle zur Reduzierung vorzulegen.