Beim Bockbier-Martini-Treffen in Erlangen stellten die Brauer aus der Region ihre Erzeugnisse vor.
Bereits zum 14. Mal fand in Erlangen das Bockbier-Martini-Treffen statt. Neben der Brauerei Steinbach waren auch zahlreiche Hobby-Brauer anwesend, um ihre Erzeugnisse verkosten zu lassen.
Der Martinstag, der 11. November, ist in Erlangen ein besonderer Termin, trägt doch die Kirche auf dem Martinsbühl ein Martinspatrozinium. Für Jochen Buchelt vom Heimatverein ist das Datum auch Anlass, mit Unterstützung zahlreicher Brauer das erste Bockbier der Saison 2019/2020 am Freitag vor Martini auf dem Bergkirchweihgelände zu kredenzen.
Glücklicherweise war das Wetter nicht zu kalt, auch der Regen war nicht zu stark, so dass sich die Anwesenden die mitgebrachten Brauereierzeugnisse munden lassen konnten.
Zwischen den beiden Weltkriegen existierte schon die Erste Erlanger Weizenbierbrauerei unter dem Dach der Henninger-Reifbräu in Erlangen und schenkte das Produkt damals in einem kleinen Zelt auf der Erlanger Bergkirchweih aus. Wenn ein 14. Erlanger Martini-Treffen zu Ehren der in Erlangen gebrauten hellen Weizenböcke, der "Königssorte" der Obergärung, stattfinden soll, dann sollte es eigentlich auf dem Henninger-Reifbräu-Keller sein. Allerdings war auch in diesem Jahr die durstige Gesellschaft auf ein Areal unterhalb des Hofbräu-Kellers, "Links vom T", ausgewichen, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat.
"Es ist eine ruhige Bierkulturveranstaltung in die Dunkelheit des Novemberabends hinein, ohne musikalische Umrahmung, aber mit guten, vernetzenden Gesprächen einer bierig-besinnlichen Stimmung und natürlich auch mit einer nicht zu verachtenden Brotzeit. Jeder bringt was mit, ein Verkauf findet nicht statt", meint Jochen Buchelt, Bierkundler und im Heimat- und Geschichtsverein für die Abteilung Brauereigeschichte zuständig.
Über dem Ganzen thronte ein Plakat, das Martin mit einem bierseligen älteren Herren auf einem Bock zeigt, in dem die Erlanger unschwer den inzwischen verstorbenen König der Bergkirchweih, nämlich ihren "Pinsl", erkennen können. Den Entwurf für das Plakat lieferte Jürgen Hippe.
Die einzelnen Sude sollten gemeinsam probiert und ausgetauscht werden, genauso, wie der Heilige Martin seinen Mantel mit dem Bettler geteilt hatte.