Der Bayerische Fußball-Verband wird trotz explodierender Corona-Zahlen den Spielbetrieb nicht stoppen. Das entschied der Vorstand am Montag auf einer Sitzung.

Der im BFV-Präsidium für den Spielbetrieb in Bayern verantwortliche Schatzmeister Jürgen Faltenbacher betont, "dass wir mit unserer bereits im April getroffenen Entscheidung, die Saison 2019/20 nicht abzubrechen, sondern fortzusetzen, genau diese große und dringend notwendige Flexibilität geschaffen haben, um wie aktuell auf außergewöhnliche Situationen reagieren zu können, ohne dabei gleich die komplette Saison infrage stellen zu müssen".

Und Faltenbacher weiter: "Von Anbeginn war uns immer bewusst, dass wir im Laufe der Pandemie mit exakt den Problemen konfrontiert werden, die wir jetzt erleben. Das war einer der Hauptgründe, die Saison nicht abzubrechen und nicht in eine neue Spielzeit zu starten. Denn diese stünde spätestens jetzt auf äußerst wackeligen Beinen - alleine terminlich wäre eine reguläre Durchführung quasi nicht mehr machbar."

Auch im Spielkreis 2, also in der Region Coburg, Kronach und Lichtenfels, soll der Spielbetrieb weiterlaufen wie bisher. Demnach findet nicht nur der längst bei vielen Vereinen umstrittene Ligapokal im Spielkreis weiter statt, es sind auch weiterhin Zuschauer erlaubt. Eine Generalabsage sei aktuell und stets vorbehaltlich weitergehender staatlicher Maßnahmen nicht vorgesehen, wie der BFV auf seiner Homepage mitteilte. "Es gibt ein Für und Wider bei dieser Entscheidung", sagte Gruppenspielleiter Georg Skliwa.

Gesundheit steht im Vordergrund

"Einerseits bin ich auf der Seite der Vereine, die Leute wollen Fußball spielen und die Vereine brauchen die Zuschauereinnahmen. Andererseits verstehe ich auch jeden, der Angst um seine Gesundheit hat."

Die Vereine können weiterhin selbst entscheiden, ob ein Spiel stattfindet, wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert am Spielort 50 beträgt. "Es haben auch bereits ein paar Vereine für das Wochenende bei mir abgesagt. Welche das sind, werde ich zeitnah beim BFV eintragen", sagte Norbert Schülein, der für die Spielleitung des Ligapokals verantwortlich ist.

Für Skliwa ist dieses Spielwochenende noch einmal ein Testlauf. "Alle müssen sich an die geltenden Regularien wie Abstand und Maskenpflicht halten. Wenn das nicht klappen sollte, entscheiden sowieso nicht wir über den weiteren Verlauf." pia