Von Oktober 2019 bis August 2020 wurden der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg insgesamt 5168 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das sind 568 bzw. 9,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im gleichen Zeitraum haben sich 2995 Jugendliche bei der Berufsberatung gemeldet, die eine Lehrstelle suchen. Das sind 190 bzw. 6,0 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Damit wird der strukturell bedingte rückläufige Trend, der sich bereits seit Anfang des Jahres auf dem Ausbildungsmarkt abzeichnet, durch die Auswirkungen der Corona-Krise verstärkt. Die 404 Bewerber, die derzeit noch keine Ausbildung oder eine Alternative gefunden haben, können aus 1669 unbesetzten Lehrstellen wählen. Jedem unversorgten Bewerber stehen aktuell noch vier freie Ausbildungsstellen zur Verfügung. Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist nach wie vor hoch. Unternehmen wollen sich ihre Fachkräfte von morgen sichern. Daran ändert auch Corona nichts. Aufgrund der Pandemie war der Bewerbungsprozess zeitweise unterbrochen. Dadurch wurde die Auswahl der Auszubildenden zum Teil nach hinten verschoben und dauert aktuell noch an. Folglich kommt der Nachvermittlungsphase eine große Bedeutung zu. Jugendliche, die bis zum 1. September noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, sollten sich nicht entmutigen lassen. Unternehmen stellen Azubis auch noch nach dem regulären Ausbildungsstart ein. Bis Dezember ist ein Start im eben begonnenen Ausbildungsjahr problemlos möglich.

"Unterstützend wirkt auch das Bundesprogramm ,Ausbildungsplätze sichern‘ der Bundesregierung, das auf großes Interesse seitens der Arbeitgeber der Region stößt. Ich empfehle Betrieben, die für dieses Jahr noch einen Lehrling suchen, den Kontakt zu unserem Arbeitgeberservice aufzunehmen und sich beraten zu lassen", erklärt Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg.  

Mit der Berufs- oder Studienberatung kann man unter der Telefonnummer 09561/93100 einen Beratungstermin vereinbaren. red