Der Inhaber des MN-Dienstleistungsbetriebs stellte in der jüngsten Sitzung des Wachenrother Gemeinderats einen Planentwurf für die Erweiterung und Bebauung seines Grundstücks am westlichen Ortsrand von Horbach vor. Wie die Verwaltung mitteilte, hat der Vorhabensträger die Planungen bereits mit dem Landratsamt abgestimmt. Eine Einschätzung der Behörde lag bis zur Sitzung jedoch noch nicht vor.

Nach der aktuellen Planung soll im Norden des beabsichtigten Geltungsbereichs an der Grenze zum festgesetzten Überschwemmungsgebiet eine Halle für den Betrieb entstehen, im Süden der Fläche an der Ortsdurchfahrt ein Wohnhaus und dazwischen die Schüttboxen sowie eine Zufahrt. Als Problem stellte sich dar, dass nach derzeitigem Planungsstand die Halle eine im Grundstück liegende gemeindliche Abwasserdruckleitung (von Horbach nach Weingartsgreuth) überbauen würde. Die Leitung soll nach den vorhandenen Unterlagen in einer Tiefe zwischen 1,30 und zwei Meter liegen.

Nach Auskunft des Eigentümers wäre es auch möglich, im Bereich der Abwasserleitung Pflaster einzubauen, also einen Boden, der wieder aufgebaggert werden könne, sofern man an die Leitung kommen müsse. Ein Höchstadter Ingenieurbüro habe der Gemeinde jedoch von einem Überbau abgeraten, teilte die Gemeindeverwaltung mit. Eine Verlegung der Abwasserdruckleitung hält das Büro jedoch für technisch möglich.

Die Gemeinde will jetzt versuchen, die Planung mit einer Einbeziehungssatzung zur Genehmigung zu bringen. So wurde auch einstimmig beschlossen. Sollte dies nicht gelingen, könnte ein Regelverfahren notwendig werden. Das bedeutet, ein Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans und ein Bebauungsplanverfahren mit allem, was dazu gehört, müsste eingeleitet werden.

Bebauung ermöglichen

Für den bestehenden Bebauungsplan "Horbach II" beschlossen die Räte, ein Änderungsverfahren einzuleiten. Darin sieht das Landratsamt die einzige Möglichkeit, das südlich der Ortsdurchfahrt gelegene Grundstück mit der Flurnummer 1400 einer Bebauung zuzuführen. See