Angelika Silberbach

Es ist fast eine eigene sportliche Disziplin, die wöchentlich neuen Corona-Handlungsmaßnahmen des BLSV (Bayerischen Landessportverbands) im TV/DJK Hammelburg umzusetzen. Geschäftsstellenleiterin Katja Benner: "Die Schwierigkeit ist, die Kann- und Muss-Bestimmungen auf unsere über 20 Abteilungen runter zu brechen."

Viele Abteilungen im Erwachsenenbereich haben den Sportbetrieb bis Weihnachten eingestellt. Dazu gehören etwa Gesundheitssport, Esdo, Schwimmen, Gymnastik und Ski- und Radsport. Denn die Abteilungs- und Übungsleiterinnen und -leiter sind für die regelkonforme Durchführung nach 2G Plus und Einhaltung des Mindestabstands verantwortlich. Falls den Übungsleitenden kein offizieller 24-Stunden-Schnelltest bei Geimpften und Genesenen vorliegt, müssten die Verantwortlichen den Test, der nach dem Vier-Augen-Prinzip durchzuführen ist, eigenständig organisieren. Auch die Kapazitätsbegrenzung auf maximal 25 Prozent Nutzung der vorhandenen Hallen erschweren das Organisieren der Sportstunden. "Das ist eine zu große Belastung für die Abteilungen,", stellt Vorsitzender Willy Willeke fest.

Andere Regelungen gelten für Kinder unter zwölf Jahren und Schüler bis 17 Jahren. Sie dürfen zum Sport, da sie in den Schulen wöchentlich mehrmals getestet werden. "Darüber sind wir sehr froh und wollen dies so lange wie möglich durchführen", erklärt Benner. Der TV/DJK möchte die Kindersportstunden so lang wie möglich ausrichten. Weiter im Training sind die Kinder-und-Jugend-Abteilungen Volleyball, Handball, Leichtathletik, Badminton, Parkour, Turnen und Kampfsport. Die beiden FSJlerinnen sind als Assistentinnen und teilweise in den Schulen im Einsatz. Abgesagt wurden Weihnachts- und Jahresabschlussfeiern. Zu hoch sind manchen das Ansteckungsrisiko sowie das Umsetzen der Hygiene- und Corona-Maßnahmen. Erfreulich ist, dass einige Abteilungen wieder Online-Sport-Kurse anbieten. Stattgefunden haben Vorstandssitzungen und die erste Vereinsausschusssitzung unter Einhaltung von 2G Plus. "Wir hoffen auf nächstes Jahr, auf ein Ende der Pandemie und freuen uns, wenn unser Sportangebot wieder voll genutzt werden kann", so Willeke.