Der Gottesdienst ab 15 Uhr an der Christuskirche und der geplante Gottesdienst ab 18 Uhr am Abenteuerspielplatz in Süd entfallen. Dafür ist auf der Homepage der evangelischen Kirchengemeinde (www.hoechstadt-evangelisch.de) und dem Youtube-Account (Christuskirche Höchstadt) ein Gottesdienst zu finden, der mitgefeiert werden kann.

Eine besondere Aktion am Heiligen Abend soll ein Zeichen der Hoffnung und der Verbundenheit setzen. Wer mitfeiern möchte, wird gebeten, sich am Heiligen Abend um 22 Uhr mit einer Kerze ans Fenster, auf den Balkon oder die Terrasse zu stellen. Am Pfarrhaus könnte das Friedenslicht von Bethlehem abgeholt werden. Nachdem um 22 Uhr die Glocken geläutet haben, stimmen Sie ein in das Lied: "Stille Nacht, heilige Nacht". Auch dieses Lied ist in einer besonderen Bearbeitung auf der Homepage der Kirchengemeinde zu finden.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung werden auch an den Feiertagen zum Jahreswechsel, an Neujahr und am Dreikönigstag, keine Präsenzgottesdienste stattfinden. Das hat der Kirchenvorstand bei einer Sondersitzung am 21. Dezember beschlossen. Sollten sich die Inzidenzwerte nicht erhöhen, werden weiterhin Sonntagsgottesdienste in der Christuskirche angeboten.

Hintergründe erläutert

Pfarrer Hans-Friedrich Schäfer sieht die Problematik so: "Vielleicht setzen wir uns durch die Entscheidung, die Gottesdienste ausfallen lassen, dem Vorwurf aus, Angsthasen zu sein oder - was noch schlimmer wäre - das Bedürfnis der Menschen auf Zuspruch der Hoffnung in dieser besonderen Zeit nicht ernstzunehmen. Oder wir werden vielleicht zu den Helden, die durch ,Nichtstun‘ mitgeholfen haben, die Pandemie einzudämmen. Darüber wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Da nicht auszuschließen ist, dass eine veränderte Form des Virus auch bei uns auftreten kann, hat sich der Kirchenvorstand zu dieser Entscheidung - hoffentlich noch rechtzeitig - durchgerungen. Lange bestand in der Kirche die Hoffnung, dass das entwickelte Hygienekonzept ausreichen könnte, eine Ansteckung auszuschließen - ohne wahrzunehmen, dass der Staat mit dem harten Lockdown das niemandem zutraut. So legt er zum Beispiel auch fest, dass bei Beerdigungen lediglich 25 Personen aus dem engsten Familienkreis zusammenkommen sollen. Die Erfahrungen aus der ersten Welle haben auch gezeigt, dass es gerade größere Veranstaltungen waren, die zu Hotspots in einzelnen Regionen geführt haben. Vielleicht wäre bei den Gottesdiensten, wenn wir sie doch gehalten hätten, nichts passiert. Andernfalls hätte dies aber furchtbare Konsequenzen zu einem Zeitpunkt, an dem mit dem Beginn der Impfungen die Hoffnung besteht, die Krankheit in den Griff zu bekommen. Dabei ziehen wir uns nicht zurück, sondern sind nur vorsichtig. Auf unserer Homepage gibt es einen Weihnachtsgottesdienst zum Mitfeiern, der in diesem Jahr Familien, die sich nicht treffen können, dann doch über Hunderte von Kilometern zusammenbringt. Noch nie konnte Kirche durch neue Techniken so präsent sein wie in diesen Zeiten. Weiterhin gibt es auch ein analoges Angebot: An der Christuskirche gibt es den Weihnachtsweg. Die Kirche wird tagsüber geöffnet sein. Ein Christbaum und die Krippenausstellung laden ein, für sich das Fest zu begehen. Die ausgefallene Predigt gibt es zum Nachlesen. Zum Jahreswechsel soll ein weiterer Gottesdienst aufgenommen werden. Meine Lieblingsbitte in der ersten Welle, Gott möge den Wissenschaftlern gute Pläne und Ideen geben, dass schnell ein Impfstoff gefunden wird, hat sich wie durch ein Wunder tatsächlich erfüllt. So bin ich sicher, dass wir mit Kraft, Liebe und Besonnenheit durch diese Zeit unter Gottes Schutz kommen. Der Gottesdienst, den wir am Heiligen Abend auf der Wiese hinter der Christuskirche feiern wollten, wird - wenn es an der Zeit ist - nachgeholt. Bis dahin versuchen wir, das Friedenslicht von Bethlehem brennen zu lassen. Es soll uns daran erinnern: Gott kommt." red