Für die Kasendorfer Feuerwehren wurde die weihnachtliche Bescherung schon vorweggenommen. Denn die Gemeinderäte stimmten am Mittwochabend der Anschaffung einer Wärmebildkamera für die Feuerwehr Peesten und dem Kauf von Systemtrennern zur Löschwasserentnahme zu.

Schon im September hatte der Markt solche Systemtrenner anschaffen wollen. Sie sollen verhindern, das Löschwasser bei Einsätzen in das Wasserleitungsnetz zurückfließt und das Trinkwasser verunreinigt. Doch damals hätte ein einziger Systemtrenner 1700 Euro gekostet. Inzwischen sind die Preise auf 833 Euro pro Stück gepurzelt.

Jeder Tragkraftspritzenanhänger wird mit einem solchen Gerät ausgestattet, jede Feuerwehr mit einem Fahrzeug mit zwei. Darüber hinaus bekommt die Feuerwehr Kasendorf vier solcher Trenner, die Feuerwehren Peesten und Azendorf erhalten zwei. Insgesamt genehmigten die Räte 15 Geräte. Das günstigste Angebot hatte die Firma Ludwig aus Bindlach abgegeben.

Bei der Abstimmung bezüglich der Beschaffung einer Wärmebildkamera gab es eine kurze Diskussion. Zwar ist die Ausstattung der Wehr mit solch einer Kamera vorgeschrieben, doch die Peestener Aktiven haben pro Jahr nur vier bis fünf Einsätze. Zudem verfügt die Wehr aktuell nur über zwei Atemschutzgeräteträger. Eine Wärmebildkamera kostet 2330 Euro, die Ladestation ist in diesem Preis schon inbegriffen. Beschafft werden soll die Kamera von der Firma Ludwig.

Bei der letzten Sitzung im Jahr aktualisierten die Räte außerdem die Satzung über Aufwendungen und Kostenersatz für die Einsätze und Leistungen der Feuerwehren.

Außerdem genehmigten die Kasendorfer Räte den Anbau an eine landwirtschaftliche Abstellhalle in Schirradorf und erteilten für einen Antrag bezüglich der Errichtung und des Betriebs einer neuen Kalklöschanlage mit anschließender Aufbereitung das gemeindliche Einvernehmen. Der Antrag war schon einmal positiv beschieden worden, fällt jedoch unter das Bundesimmissionsschutzgesetz, nicht unter Bausachen.