Der CSU-Ortsverband Oberreichenbach ist bereit für die anstehenden Kommunalwahlen im März: Bei der Nominierungsversammlung gab es keinen Zweifel, dass sich die Mitglieder in allen Punkten einig sind. "Oberreichenbach braucht eine klare Struktur, und das können wir bieten. Im Gegensatz zu Brüssel und Berlin quatschen wir nicht nur rum, wir setzen uns zwölf bis 15 Ziele und setzen diese dann aber auch konkret um", erklärte Ortsvorsitzender Mart Kivikas.

Der Bürgermeisterkandidat Bernd Liebezeit blickte in seiner Ansprache zurück auf die erreichten Ziele der CSU in Oberreichenbach wie beispielsweise den Schulumbau, die Errichtung von Neubaugebieten und den Bau der öffentlichen Toilette am Friedhof. "Viele fragen sich vielleicht, warum ich mir das überhaupt antue", scherzte der 56-Jährige, "aber ich denke, wenn man Oberreichenbach aktiv mitgestalten will, dann braucht man einen gewissen Einfluss, und den hat man dann als Bürgermeister auf jeden Fall." Als Ziele seines Wahlprogramms nannte er ein energieautarkes Dorf, die Einführung eines Markttages, ein altersgerechtes Wohnkonzept für alle Generationen und die Eröffnung eines Friedwaldes für Oberreichenbacher. Außerdem könne er sich vorstellen, Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Oberreichenbach eine kleine Aufwandsentschädigung durch die Gemeinde zukommen zu lassen, um mehr aktive Mitglieder anzuwerben.

Liebezeit wurde einstimmig als Bürgermeisterkandidat gewählt, ebenso wie die 24 Kandidaten für den Gemeinderat. Die meisten Listenplätze sind von alteingesessenen Oberreichenbachern besetzt, doch auch "Neubürger" waren dabei: Martin Netter, der erst vor zwei Jahren mit seiner Frau nach Oberreichenbach gezogen ist, möchte nun versuchen, die "Ureinwohner" und "Neuankömmlinge" in seiner Wahlheimat näher zusammenzubringen. Auf Listenplatz 11 ist mit Andreas Holba die Oberreichenbacher Jugend vertreten: Der 21-Jährige ist Vorsitzender der Ortsburschen und Jugendwart der Feuerwehr.