Die Jugendhilfe im Landkreis Kulmbach braucht sich nicht zu verstecken. Gemeinsam mit den freien Trägern werden für Familien, Kinder und Jugendliche alle erforderlichen Angebote, Leistungen und Dienste zur Verfügung gestellt. Der Leiter des Kreisjugendamts, Klaus Schröder, machte in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses deutlich, dass die Jugendhilfe einen wichtigen, vielleicht sogar unverzichtbaren gesellschaftlichen Beitrag zur Chancengleichheit leistet.
Für den Bereich Jugendhilfe rechnet Kreiskämmerer Rainer Dippold für das Haushaltsjahr 2018 wieder mit Ausgaben von knapp acht Millionen Euro und das, obwohl die Zahl der vom Jugendamt betreuten minderjährigen Flüchtlinge deutlich zurückgegangen ist. Derzeit seien es noch 36 Jugendliche gegenüber 80 vor zwei Jahren.
Fest steht, dass sich das Aufgabenprofil der Jugendämter in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert hat. "Lösungen für schwierige Situationen zu finden und im Rahmen des staatlichen Wächteramtes den Schutz für das Kindeswohl zu übernehmen, ist nur eine Facette unseres Tuns", sagte Schröder. Verschiedenste Beratungsangebote, wirtschaftliche Hilfen oder Serviceleistungen für Familien gehörten ebenso zum Aufgabenspektrum. Zudem werde häufig übersehen, welche Bedeutung die Kinder- und Jugendhilfe mitunter für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, für eine gerechte Bildungsteilhabe und auch für eine gelingende Inklusion hat. Schröder dankte allen Partnern für jegliche Kooperation und Unterstützung.
"Im Vergleicht zu Bayern und Deutschland ist bei uns in Kulmbach kein absoluter Brennpunkt, denn anderswo sind die Problemstellungen noch stärker", sagte Landrat Klaus Peter Söllner-
Die Erstellung einer Vorschlagsliste für die Wahl der Jugendschöffen für 2019 bis 2023 war für den Jugendhilfeausschuss alles andere als ein leichtes Unterfangen, denn aus insgesamt 59 eingereichten Vorschlägen mussten jeweils 16 Frauen und 16 Männer herausgefiltert werden. Die Vorschlagsliste wird im Jugendamt für eine Woche zur Einsicht ausgelegt, danach wird sie dem Amtsgericht Kulmbach zugeleitet, das dann die abschließende Wahl trifft.
Auf Antrag des Caritasverbandes werden die Kindererholungsmaßnahmen auch in diesem Jahr wieder bezuschusst. Ebenso das Projekt "Respekt" der Gummi-Stiftung.