von unserem Mitarbeiter Franz Galster

Wiesenthau — Einen entschlossenen Anlauf für ein neues Baugebiet nimmt Bürgermeister Bernd Drummer (Junge Bürger) in der Gemeinde Wiesenthau. Er sieht hier wohl eines seiner dringendsten Probleme.
Jetzt diskutierte er dieses Thema nochmals intensiv in der Sitzung mit seinem Gemeinderat. Mit dem Ergebnis, dass die Planungsgruppe Strunz einen Planungsvertrag für das Gebiet "Dorfäcker" in Schlaifhausen bekommt. Damit sind Ausgaben in Höhe von 20 000 Euro verbunden. Dabei handelt es sich um ein Grobkonzept, wie das Bebauungsgebiet aussehen könnte.
Enthalten sind Themen wie Grünordnung, Lärmschutz oder auch Bodenproben. So soll eine brauchbare und solide Basis zur weiteren Entscheidung geschaffen werden.

Sorgen um die Vitalität

Fragen wie diejenige, welche weiteren Kosten zu erwarten sind, oder ob das Projekt überhaupt sinnvoll realisierbar ist, sollen auf diese Weise beantwortet werden. Dann sind auch die Grundstückseigentümer gefragt, am Projekt mitzuwirken.
"Ich könnte jeden Tag zwei Bauplätze verkaufen. Es ist einfach nichts vorhanden und wenn noch ein Platz da ist, wird er nicht hergegeben", stöhnte Drummer. Er blickt mit einiger Sorge auf die soziale Infrastruktur, zu der die Schule und der Kindergarten, aber auch die Vereine zählen. "Wenn wir jungen Leuten im klassischen Alter, wo sie auch Kinder bekommen, nichts mehr anbieten können, verfällt unser Dorf", warnt Drummer eindringlich. Dann werde das Dorf unattraktiv.
Entweder es gelinge jetzt, das Baugebiet "Dorfäcker" auf den Weg zu bringen, oder das Thema "Dorfäcker" sei gestorben. Das müssten auch die Eigentümer wissen.
Über Jahre hinweg hatte Drummers Vorgänger Hans Weisel versucht, das Projekt auf die Beine zu stellen. Ohne Erfolg. Da könnte ein neuer Anlauf mit einem neuen Gesicht eine Chance auftun, so Drummers Hoffnung. Es ist sein klares Ziel, bis Ende März oder April eine Vorplanung auf den Tisch zu bekommen. "Dann muss entschieden werden, ob wir an dieser Stelle weitermachen oder nicht", wiederholte er.
Das Geld für die Grobplanung sieht er gut investiert und weiß sich da mit seinem Gemeinderat uneingeschränkt einig. Im Vorfeld hatte er alle infrage kommenden Grundstückseigentümer zusammengerufen.
Einfacher stellt sich der Restausbau der Breitbandversorgung in der Gemeinde dar. Hier strebt der Rat eine interkommunale Zusammenarbeit mit Pinzberg an.

Zwölf neue Sitzbänke

Auf den alten Gemeindeschlepper will die Gemeinde noch nicht verzichten. Er wird noch gebraucht und soll mit 4000 Euro nochmals ertüchtigt werden.
Außerdem beschloss die Gemeinde die Anschaffung von zwölf Sitzbänken für öffentliche Flächen wie Friedhof oder Freizeitgelände. Die Gemeinde war von einem Anlieger am Dorfweiher verklagt worden, wo angeblich das Wasser Schäden am Haus anrichte. Ein Gutachten bestätigte diesen Sachverhalt laut Drummer jedoch nicht.
Die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Tourismus für die Dörfer rund ums Walberla waren die Kernthemen eines Referates. Helmut Pfefferle, der Vorsitzende des Tourismusverbands "Rund ums Walberla", zeigte den Räten die Chancen auf, die im Tourismus stecken.