Zum Artikel "Höchstadt boomt beim Hausbau" vom 31. Mai :


In den letzten Jahren wurde nicht nur in Höchstadt/Aisch, sondern auch in unseren Nachbargemeinden geplant und gebaut. Die Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten haben ein bis dato nicht vorstellbares Ausmaß erreicht. Dass dies nicht ohne Folgen bleiben kann, ist kein Staatsgeheimnis, denn auch die Folgekosten sind nicht unerheblich.
Da müssen neue Kindergärten, Schulen und Straßen gebaut werden, der öffentliche Nahverkehr muss neu aufgestellt werden. Versorgungseinrichtungen wie Wasser und Abwasser müssen erweitert werden. Die bis vor zehn Jahren noch übliche Bezuschussung durch den Freistaat bei den Versorgungseinrichtungen wurde ersatzlos gestrichen.
Das geht nun komplett zulasten der Bürger in der Stadt beziehungsweise der Gemeinde. Besonders hart trifft es die Städte/Gemeinden, die ihre neu geplanten Gebiete nicht schnell genug mit entsprechenden Gebäuden bestücken können.
So bleibt es dann nicht aus, dass man selbstständig keinen Haushalt mehr aufstellen kann. Der vom Freistaat immer wieder geforderte schonendere Umgang mit dem Faktor Boden muss künftig stärker belohnt werden, um nicht nur die Umwelt zu schonen, sondern auch den Geldbeutel.
Christoph Reuß
Höchstadt/Aisch