Landkreis Bamberg/Bamberg — Wie im Bayerischen Landtag angekündigt, wird die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) am kommenden Montag bei einer Regionalkonferenz in Bamberg mit lokalen Mandatsträgern und Vertretern der Region über die Zukunft des Steigerwalds diskutieren. Dabei soll auch über das weitere Vorgehen hinsichtlich eines möglichen Unesco-Welterbes Steigerwald gesprochen werden.
Im Vorfeld der Konferenz haben sowohl Nationalpark-Befürworter als auch -Gegner vor der Tagungsstätte Demos angekündigt. Beide Seiten rufen ihre Anhänger auf, am Montag um 9.15 Uhr vor dem Landratsamt ihre Meinungen zu vertreten.
"Es ist aus unserer Sicht sehr bedauerlich, dass das Thema Nationalpark nicht auf der Agenda stehen soll, obwohl es doch angeblich um regionale Entwicklung im Steigerwald geht", sagt Benedikt Schmitt vom "Verein Nationalpark Nordsteigerwald". Daher habe sein Verein eine Demonstration organisiert, um vor dem Landratsamtsgebäude auf die politischen Missstände aufmerksam zu machen und um den Wunsch nach einem Nationalpark erneut zu bekräftigen.
Zur gleichen Zeit und am gleichen Ort wird sich auch die Gegenseite positionieren: Der Verein "Unser Steigerwald" hat sich seit Beginn der Diskussion gegen ein Weltnaturerbe ausgesprochen, "weil damit unabdingbar die Ausweisung eines Großschutzgebietes verbunden wäre. Der Steigerwald ist aufgrund seiner räumlichen Struktur nicht für einen Nationalpark geeignet, ganz zu schweigen von den wirtschaftlichen Einschränkungen, die damit verbunden wären", sagt der stellvertretende Vorsitzende Oskar Ebert. Die Ausweisung eines Weltkulturerbes hingegen wäre begrüßenswert und hätte den Vorteil, dass der gesamte Steigerwald in die Betrachtung einbezogen wird. tst