Eigentümer von freien Grundstücken und leerstehenden Häusern bekommen am heutigen Samstag oder Anfang kommender Woche Post von ihrer Gemeinde. Darin liegt ein Fragebogen. Er soll den neun Kommunen der Allianz Fränkisches Saaletal - Hammelburg, Oberthulba, Wartmannsroth, Elfershausen, Fuchsstadt, Aura, Euerdorf, Ramsthal, Sulzthal - helfen, ihre Entwicklung angesichts des demografischen Wandels zu planen.
"Denn häufig besteht das Problem, dass erschlossener Baugrund und Gebäude zwar vorhanden wären, die Privateigentümer sie jedoch nicht verkaufen wollen oder ihnen die notwendige Unterstützung fehlt. Gleichzeitig erhalten die Kommunen weiterhin Anfragen zu Bauplätzen", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Fragebögen erfassen, warum freie Grundstücke oder leerstehende Gebäude bisher nicht genutzt oder verkauft werden. Wollen die Eigentümer die Flächen oder Häuser für später reservieren? Liegt es an komplizierten Eigentumsverhältnissen? Oder gibt es baurechtliche Probleme und Unklarheiten? Die Eigentümer werden nach ihren Verkaufsabsichten und nach ihrem Informations- und Beratungsbedarf gefragt.
"Durch die Ergebnisse der Befragung lassen sich gezielt kommunale Hilfestellungen anbieten, um die Innerorte zu beleben und die vorhandene Infrastruktur effizienter und kostenverträglicher zu nutzen", so die Mitteilung. Hierzu werden über die Allianz Fränkisches Saaletal und den Landkreis Bad Kissingen zusätzliche Angebote für Besitzer von Baulücken und Leerständen bereitgestellt. So biete etwa die vom Landkreis Bad Kissingen initiierte "Leerstandsbörse" im Internet eine Informationsplattform, auf welcher leerstehende Gebäude und Bauplätze zielgerichtet angeboten werden könnten. Wer in dem Fragebogen angibt, Beratungsbedarf zur Grundstücksnutzung, Veräußerung, Bebauung oder Sanierung zu haben, kann zudem über den Manager der Allianz Fränkisches Saaletal und die Kommunen kostenfreie Beratungsleistungen in Anspruch nehmen.
"Auch vor den Ortschaften im fränkischen Saaletal wird der Bevölkerungsrückgang nicht Halt machen. Man geht dort von einem Einwohnerverlust von 11,1 Prozent bis zum Jahr 2030 aus. Dies macht schon jetzt die Beschäftigung mit Fragen der Innenentwicklung und des Leerstandsmanagements zu einer zentralen Aufgabe für die Verwaltungen. " aki/red