Die Bauleitplanung stand im Fokus der Gemeinderatssitzung, speziell die Ausweisung von Gebieten für Photovoltaikanlagen. Zwar genehmigte das Gremium bei fünf Gegenstimmen, den Bebauungsplan und den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern, damit der "Solarpark Friesendorf" erweitert werden kann, jedoch wurden Stimmen gegen "das in Ebersdorf fast ungebrochene Entstehen von Photovoltaikanlagen" laut.

Es geht um zwei derartige Projekte: Zum einen plant ein Investor die Erweiterung des bestehenden Solarparks um 1,2 Hektar auf einem bislang landwirtschaftlich genutzten Grundstück. Das regte Rainer Mattern (CSU) auf und er fragte: "Wie lange können wir uns so was noch erlauben?" Er forderte: "Keine Spekulationsobjekte mehr. So nicht!" Ins gleiche Horn blies Jürgen Heymann (CSU), der Landwirt ist: "Ich bekomme Bauchschmerzen, denn so kann die landwirtschaftliche Versorgung nicht gewährleistet sein." Bürgermeister Bernd Reisenweber (BG) ließ wissen, dass zu diesem Thema Vorschläge ausgearbeitet seien, die bei der nächsten Sitzung beraten werden sollen. Er sagte, dass künftig nur noch vollständig ausgearbeitete Bauanträge behandelt würden.

Schon gut abgedeckt

Auch er meinte: "Wir müssen künftig darauf achten, was noch geht", denn die privaten Haushalte in Ebersdorf seien mit regenerativer Stromerzeugung in der Gemeinde selbst mit über 200 Prozent versorgt. Und falls die 10-H-Regelung für Windräder falle, sehe es für Groß- und Kleingarnstadt schlecht aus, fügte das Gemeindeoberhaupt hinzu. Zum zweiten hat Uwe Siller beantragt, im Außenbereich der Gemeinde eine Agrovoltaikanlage an der B 303 zu errichten. Der Gemeinderat fasste den Aufstellungsbeschluss, Voraussetzung für das weitere Verfahren mit Bebauungs-, Vorhaben- und Erschließungsplan.

Es gibt aber auch Bauvorhaben, die wieder aufgegeben werden. Aufgehoben wurde die Aufstellung des Beschlusses für das Gewerbegebiet "Weiher" in Frohnlach, da der Investor von der Planung abgesehen hat.

Bestätigt wurden Thorsten Langbein als Kommandant der Feuerwehr Ebersdorf und Christian Gollan und Tino Schillig als seine Stellvertreter.

Michael Butz (SPD) hätte gern, dass im Bereich des Landkindergartens langsamer gefahren wird. In Absprache mit der Polizei wird hier eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h kommen.

An den Kosten für den Umbau, die Sanierung und Erweiterung der Kindertagesstätte werde sich die Regierung von Oberfranken beteiligen, berichtete Reisenweber. Eine Förderzusage sei bei ihm eingegangen.

Der Bürgermeister teilte auch mit, dass die Abriss- und Entkernungsarbeiten am ehemaligen Schulgebäude begonnen hätten und die weiteren Ausschreibungen erfolgten. dav