Josef Hofbauer Siemens Healthineers und die Baywa sind sich handelseinig über den Verkauf des Landhandel-Firmengeländes an den Welt-Konzern. Das Baywa-Gelände biete sich durch seine Lage in unmittelbarer Nachbarschaft als Fläche für die Expansionspläne von Siemens Healthineers geradezu an. Statt des städtischen Bauhofes, der bislang als Ersatzstandort für das Landhandels-Unternehmen geplant war, hat die Baywa nun im Bereich "Äußere Leite" ein Areal am Kersbacher Kreisel ins Auge gefasst. Der Standort an der Staatsstraße, der durch den Kreisel erschlossen werden soll, wurde von der Regierung von Oberfranken als geeignetes Gelände eingestuft. Der Standort gegenüber dem Gewerbegebiet Sandäcker stelle eine ideale Ergänzung zu den bereits vorhandenen Gewerbeflächen dar. Das neue Baywa Firmengelände soll rund 3,5 Hektar groß werden.

Die Vorteile: Zum einen bleiben die Arbeitsplätze der Baywa-Beschäftigten erhalten, zum anderen muss der stätische Bauhof nicht umgesiedelt werden. Stadtrat Gerhard Meixner (FGL) sprach deshalb von einem genialen Plan.

Allerdings dürfe sich die Gewerbeentwicklung nicht weiter in den Wiesengrund hinein fortsetzen. Das sah auch FW-Fraktionschef Manfred Hümmer so. "Das darf nicht der Anfang eines Gewerbegebietes in die Zweng hinein sein." Stadtrat Holger Lehnard (CSU) sah eine win win Situation. Allen sei geholfen und die Stadt spare Geld, weil der Bauhof erhalten bleibe. Darin sah auch der Kersbacher Stadtrat Ludwig Preusch (FW) einen wesentlichen Vorteil. Für die SPD signalisierte Fraktionssprecher Reiner Büttner Zustimmung für das Vorhaben. Er verwies darauf, dass durch den Umzug der Baywa die Verkehrsproblematik an der Lände deutlich entzerrt werde.

CSU-Fraktionschef Udo Schönfelder forderte, es müsse sichergestellt werden, dass durch die Firmenansiedlung eine Beeinträchtigung des Trinkwasser ausgeschlossen sei. Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) versicherte, der Bauwerber müsse im Zuge des Bau-Verfahrens nachweisen, dass von seinem Betrieb keine Gefahr für die Allgemeinheit ausgehe.

Einig waren sich die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses auch, dass es für das Baugesuch eines Privatmannes, der am Ortsrand von Sigritzau ein Wohnhaus errichten will, ebenfalls grünes Licht geben müsse. Hier erklärte Oberbürgermeister Kirschstein, dass dieser Bauwerber bereits vorstellig geworden sei und erneut ein Baugesuch eingereicht habe. Dieses Vorhaben sei nun in einem neuen Licht zu sehen, da sich die Rahmenbedingungen geändert hätten.