Der Gemeinderat Hetzles hat sich in seiner letzten Sitzung vor Jahresende mit dem Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis zur Grundwasserentnahme zur Beregnung einer Baumschule in Honings befasst. Der Antragsteller hat bereits einen Brunnen mit einer Tiefe von 61 Metern gebohrt und möchte dafür eine Erlaubnis haben, im Jahr bis zu 900 Kubikmeter Grundwasser zu entnehmen.

Dabei werde die maximale tägliche Entnahme auf sechs Kubikmeter begrenzt, erklärte Bürgermeister Michael Bayer (BBH). Das Landratsamt Forchheim als Genehmigungsbehörde erwartet keine schädliche Gewässerveränderung. Da der Antragsteller kein Anschlussrecht an die gemeindliche Wasserversorgung besitzt, benötigt er eine alternative Wasserquelle, um seinen Betrieb zu führen. Die gemeindliche Wasserversorgung wird aus Dockerquellen am Hetzleser Berg gespeist.

Bei der Betrachtung der Entnahmemenge, die voraussichtlich überwiegend nur in den Sommermonaten anfällt, hatten die Räte doch ihre Zweifel. Wer kontrolliere das eigentlich?, fragte Franz Braun (BHH). Auch besteht bei einigen Räten die Befürchtung, dass der Antragsteller gerade in der Sommerzeit Wasser nach Effeltrich verbringt.

Ebenso stelle man fest, dass der Baumschulbetrieb immer mehr Flächen pachte und bepflanze. Das Gremium stellte die Frage, ob 900 000 Liter Wasser im Jahr zur Bewässerung ausreichen. Einige Räte befürchten Auswirkungen auf Honings und den angrenzenden Wald Richtung Langensendelbach.

Der Gemeinderat beschloss, seine Bedenken dem Landratsamt mitzuteilen und um eine Fristverlängerung zu bitten, da weiterer Informationsbedarf im Gremium bestehe.