Es sei die bislang größte Baumaßnahme in der Gemeinde Frensdorf überhaupt, ein „Jahrhundertprojekt“, wie Bürgermeister Jakobus Kötzner und sein Stellvertreter Norbert Neundorfer betonen. Mit geschätzten 11 Millionen Euro entsteht „Am Seeanger“, in der Nähe des idyllischen Frensdorfer Naturbadesees, eine zukunftsweisende Seniorenwohnanlage .

Geplant sind drei Wohngebäude mit 33 seniorengerechten Wohnungen sowie eine Pflegeeinrichtung der Diakonie mit 60 Betten. Inmitten einer herrlichen Natur, dennoch aber unweit vom Ortskern, können die künftigen Bewohner Geborgenheit im eigenen Zuhause, gleichzeitig aber auch Betreuung und Begleitung im Alter finden.

Die Architektur füge sich gut in die Umgebung ein, findet Bürgermeister Kötzner. Es sei wichtig, dass Menschen mit und ohne Pflegebedarf auch im Alter in ihrer vertrauten Umgebung leben können. „Im Visier“ habe die Gemeinde den Bau von Seniorenwohnungen bereits seit vielen Jahren, sagt Norbert Neundorfer. Vor vier Jahren sei die Planung konkreter geworden. Auch der Landkreis habe erkannt, „dass in dieser Ecke ein Bedarf vorhanden ist“ und habe dem Projekt die Genehmigung zur Umsetzung erteilt. Auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie wurde unter mehreren Planern der Bamberger Architekt Christoph Gatz ausgewählt.  

„Ein wichtiger Baustein“

Für die Infrastruktur der Gemeinde ist das Seniorenprojekt nach den Worten der beiden Bürgermeister „ein wichtiger Baustein“. Damit habe Frensdorf ein gutes Angebot für alle Generationen der Gemeinde. Glücklich ist der Gemeindechef, für die Umsetzung der Wohnanlage in der Baugesellschaft Raab aus Ebensfeld einen kompetenten Investor und innovativen Bauträger aus der Region gefunden zu haben. Die unmittelbar anschließende Pflegeeinrichtung wird als Bau- und Betriebsträger die Diakonie Bamberg-Forchheim übernehmen. Mit der Diakonie habe man einen Träger mit viel Erfahrung gewonnen, der – nach Bedarf – auch ein Serviceangebot für die Wohnanlage im Programm habe.

Für den Architekten Christoph Gatz ist die Kombination der beiden Träger ein echter Glücksfall: Hier hätten sich zwei Bauherren gefunden, „die von den Grundstücksverhandlungen bis in die Architektursprache hinein hervorragend harmonieren“. Daraus resultiere eine sehr konstruktive Zusammenarbeit.

Die Ingenieurinnen Gisela Raab und Constance Köpke von der Baugesellschaft überzeugen mit einem besonders ökologischen Konzept: Das Gebäudeensemble werde energieeffizient mit einem klimaneutralen Ziegelstein errichtet und mittels Geothermie (Erdsonden und Wärmepumpen ) beheizt. Rings um die Wohngebäude werde eine einladende Gartenanlage gestaltet. Nach dem Konzept werden Gräben und Mulden mit natürlichem Bewuchs geschaffen, in denen das Regenwasser versickert.

Mit Beginn der Erschließungsarbeiten wurde der Startschuss für die künftige Wohnanlage gegeben. Läuft alles nach Zeitplan, ist mit der Fertigstellung im Sommer 2023 zu rechnen.

Zunächst sollen die Bürger der Gemeinde Frensdorf die Möglichkeit haben, sich um die Eigentumswohnungen zu bewerben. Die Wohnungen gibt es in verschiedenen Größen und auf drei Etagen. Bewerber haben auch die Möglichkeit, auf die Innenausstattung der Wohnungen Einfluss zu nehmen. Ab dem 22. Juli gehen die Wohnungen dann in den freien Verkauf. Näheres bei Constance Köpke, Telefon 09573/338-39 oder E-Mail: koepke@raab-bau.de.