Elisabeth Raudszus aus Haßfurt feierte kürzlich ihren 95. Geburtstag. Zu den Gratulanten zählten auch Bürgermeister Michael Schlegelmilch, Pfarrer Johannes Ziegler und Dekanin Anne Salzbrenner. Für eine besondere Überraschung sorgte außerdem der evangelische Posaunenchor mit einem musikalischen Ständchen.
Geboren wurde Elisabeth Raudszus am 5. Juli 1931 in Metzingen in Baden-Württemberg. Als Einzelkind wuchs sie bei ihren Eltern Wilhelm und Emma Schäfer auf. Der Vater arbeitete als Kaufmann. Nach dem Besuch der Oberschule war Elisabeth Raudszus als Büroangestellte in einer Baumschule tätig. Ein Schicksalsschlag traf sie im Jahr 1953, als ihre Mutter Emma nach einer Operation völlig unerwartet verstarb.
Ihr späterer Ehemann Fritz Raudszus stammte aus Ostpreußen. Nach seiner Kriegsgefangenschaft traf er seine Familie im Schloss Obertheres wieder, wo diese nach der Vertreibung untergebracht war. Elisabeth besuchte dort regelmäßig ihre Tante, die nach dem Krieg den Schlossverwalter geheiratet hatte.
Bei einem dieser Besuche lernte sie Fritz kennen, der damals Architektur studierte. Aus der Begegnung entwickelte sich eine große Liebe. Am 17. April 1959 gaben sich beide standesamtlich das Ja-Wort, knapp einen Monat später folgte die kirchliche Trauung in Metzingen.
Anschließend zog das Ehepaar nach Haßfurt, wo Fritz Raudszus als Architekt tätig war. Zunächst wohnte die Familie zur Miete, ehe sie bereits 1961 ihr eigenes Haus bezog. Elisabeth Raudszus widmete sich vor allem der Erziehung der sechs Kinder.
40 Jahre verheiratet