2016 wurden unter der Federführung des Landkreises 21 Ladesäulen für E-Fahrzeuge im gesamten Landkreis errichtet. Für Landrat Johann Kalb ( CSU ) war dies eine „beachtliche Starthilfe für die Elektromobilität in den Kommunen“.

Bei der Anschaffung gab es noch keine geeichten Ladesäulen. Seit 2020 schreibt aber das Eichrecht eine Eichung von Ladesäulen vor. Sofern die 21 im Jahre 2016 angeschafften Ladesäulen über 2021 – so lange gab es eine Übergangsfrist – weiterbetrieben werden sollen, ist eine Nachrüstung nötig. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 5000 bis 6000 Euro. Gemeinden, die diese Ladesäulen weiterbetreiben möchten, werden pro Säule einen Zuschuss von 2000 Euro für die Nachrüstung bekommen.

Der Landkreis Bamberg wird nun keine Ladesäulen mehr anbieten, da zahlreiche Anbieter mittlerweile auf dem Markt sind und einige Gemeinden bereits entsprechende Verträge abgeschlossen haben.

Markus Hammrich, vom Geschäftsbereich 5 der Regionalentwicklung erläuterte im jüngsten Umweltausschuss den aktuellen Stand zum Intermodularen Mobilitätskonzept des Landkreises. Dieses war im März 2018 vom Kreistag beschlossen worden. Die bereits vorgestellten Mobilstationen sollen zum ersten sichtbaren Leuchtturm im Landkreis werden. Die ersten vier Stationen in Baunach, Zapfendorf, Ebing und Gundelsheim sind kurz vor der Fertigstellung. Weitere Mobilitätsstationen sollen folgen, damit ein ganzes Netz davon im Landkreis entstehen kann.

Produktionszeichnungen der Elektroladeschränke, der Beschilderung, der Infostelen, der Radservicestationen, der Schließfachschränke und der Radsammelgaragen wurden vorgestellt. Details müssen noch mit den Herstellern bzw. den Gemeinden abgesprochen werden. Die Inbetriebnahme soll im Januar 2022 erfolgen.

Werbung nötig

Bis dahin sei es dringend notwendig, so Hammrich, die Einführung der Mobilstationen entsprechend zu bewerben. Ein entsprechendes Logo mit dem Untertitel „Mobil im Landkreis Bamberg“ wurde zu „Mobil im Bamberger Land“ weiterentwickelt. Die Stationen sollen als erster Baustein einer „neuen Mobilität “ im Landkreis wahrgenommen werden. Das Zusammenspiel aller Verkehrsmittel sollte dabei im Vordergrund stehen, nicht einzelne Module des Konzepts. Kommt doch noch das neue Busnetz 2024 dazu, zahlreiche Bedarfsverkehrs- und Sharing-Angebote, das Alltagsradwegenetz und die geplanten 20 weiteren Mobilstationen.

Zentrale Grundlage für den Erfolg des Intermodalen Mobilitätskonzeptes ist die optimale Vernetzung zwischen den verschiedenen Mobilitätsformen zu ermöglichen. Bis dahin wird es nötig sein, an so vielen Stellen wie möglich gute Bedingungen für den komfortablen und problemlosen Umstieg zwischen Auto, Bus, Fahrrad und Mitfahrgelegenheiten herzustellen.

Für Hammrich wäre es daher wichtig, dass die fachliche und wirtschaftliche Unterstützung der Gemeinden durch den Landkreis fortgesetzt würde.