Eigentlich hätte zum geplanten Bau eines Mobilfunksendemastes nördlich des Heiligenstädter Ortsteils Oberngrub auf einem gemeindlichen Grundstück eine Bürgerversammlung mit Informationen der Netzbetreiber Deutsche Telekom und Vodafone stattfinden sollen. Wegen Corona war dies aber nicht möglich. Deshalb sollen die Heiligenstädter Bürger im nächsten Mitteilungsblatt des Marktes über Details informiert werden. Dies beschloss der Marktgemeinderat während seiner jüngsten Sitzung.

Die Bürger sollen danach auch die Möglichkeit haben, Anregungen und Einwände sowie Fragen schriftlich im Rathaus einzureichen. Diese Rückmeldungen sollen dann im Rahmen der Gemeindebeteiligung während einer der nächsten Ratssitzungen berücksichtigt werden. Bisher sind zum Bau des Sendemastes, der von beiden Mobilfunkunternehmen gemeinsam genutzt werden soll, noch keine weiteren Einzelheiten bekannt. Zum Beispiel auch nicht, wie groß der Versorgungskreis ist und welche Ortschaften mit Mobilfunkempfang abgedeckt werden. Sicher zu sein scheint, dass sowohl die LTE- als auch die neue 5G-Technik zum Einsatz kommen soll. Die Regierung der Oberpfalz bewilligte dem Markt Heiligenstadt inzwischen einen Zuschuss bis zu einem maximalen Betrag von 500 000 Euro .

Breitbandausbau geht voran

Derweil geht der Breitbandausbau zügig voran. Oberleinleiter und Tiefenpölz sind bereits an das Netz angeschlossen. Burggrub und Zoggendorf sind fertiggestellt, jetzt geht die Heroldsmühle ans Netz. Die Ortschaften Oberleinleiter und Tiefenpölz sind am Breitbandnetz und geschaltet. Der Lückenschluss in Oberngrub und Pfarrberg ist erfolgt. Inzwischen besteht eine durchgehende Leerrohr-Verbindung von Teuchatz bis zum Breitband-Zugangsserver. Anfang Oktober soll der Netzausbau im Markt Heiligenstadt dann komplett abgeschlossen sein, hieß es.

Ein weiteres Thema war die geplante Sanierung der in die Jahre gekommenen Kneipp-Anlage am Heiligenstädter See. Dafür hatte die Marktverwaltung auf Anregung des örtlichen Kneipp-Vereins einen Antrag auf Zuschuss beim Freistaat Bayern im Rahmen des Sonderförderprogramms „200. Geburtstag von Pfarrer Sebastian Kneipp“ gestellt und kam zum Zuge. Der Maßnahmenkatalog, der vom Kneipp-Verein erarbeitet wurde, sieht eine umfassende Sanierung der kleinen Anlage vor, die rund 15 000 Euro kosten würde. Aus dem Sonderförderprogramm wurde ein Zuschuss in Höhe von 9000 Euro zugesagt, 6000 Euro müsste der Verein aus Eigenmitteln dazu beitragen, da der Markt zu diesem Projekt keine freiwilligen Leistungen erbringen darf. Wie Bürgermeister Stefan Reichold ( SPD ) jedoch erklärte, könne der Verein keine 6000 Euro selbst aufbringen. Deshalb werden bei der Sanierung wohl einige Abstriche gemacht werden müssen. Reichold sicherte aber die Unterstützung der Gemeinde in Form von Arbeitsleistungen der Bauhofmitarbeiter zu. Der Rat stimmte der Sanierung einstimmig zu.

Der geplante Bau eines Sanitärgebäudes am Heiligenstädter See wird noch bis nächstes Jahr auf sich warten lassen müssen. Wie Geschäftsstelleneiter Rüdiger Schmidt dazu informierte, habe die Gemeinde auch hierfür einen Zuschussantrag gestellt, weil man schon bei der Anlage des Sees Fördermittel aus dem Leader-Programm der EU bekommen hatte. Das Landwirtschaftsministerium signalisierte inzwischen, dass es auch für das geplante Sanitärgebäude einen Zuschuss gibt. Allerdings dauere die Bearbeitung des Antrags voraussichtlich länger, weshalb man wohl erst nächstes Jahr mit dem Bau beginnen könne, hieß es. In diesem Sommer muss man sich daher noch mit Dixi-Toiletten behelfen.

Impfungen für über 70-Jährige

Jeweils mit einer Gegenstimme wurde den Einbeziehungssatzungen für Grundstücke an der Greifensteinstraße und der Gemarkung Lindach zugestimmt, damit Bauwerber dort ihre Einfamilienhäuser bauen können.

Am Dienstag, 18. Mai, haben die nichtmobilen Bürger des Marktes über 70 Jahre die Möglichkeit, in der Oertelscheune erstgeimpft zu werden. Hierzu wird die Verwaltung den Personenkreis wieder anschreiben und Termine vereinbaren. Die Zweitimpfung findet dann am 29. Juni statt.