Die Förderung der Umsetzung der Ziele aus dem Pariser Klimaschutzabkommen, das heißt die Reduzierung der CO2CO2-Emissionen der gesamten Metropolregion Nürnberg um 80 bis 95 Prozent bis zum Jahr 2050: Das sieht der Fonds für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung des gleichnamigen Forums der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) vor. Rosa Karl vom Bildungsbüro hat ihn jetzt im Umweltausschuss des Landkreises vorgestellt.

Sowohl Projekte aus Kommunen und Landkreisen der Metropolregion als auch von gemeinnützigen Initiativen, Vereinen oder Bürgergenossenschaften werden förderfähig sein. Die Finanzierung wird durch freiwillige Zahlungen und Spenden von Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen aus der Metropolregion erfolgen. Eine erste Runde der Projektakquise läuft bis Ende 2021. Förderbeginn für die Projekte soll dann 2022 sein.

Rund 20 Gebietskörperschaften und Kommunen sind dem Fonds bereits beigetreten, im Landkreis Bamberg die Stadt Schlüsselfeld und der Markt Buttenheim. Erste prominente Fördermitgliedschaften aus der Wirtschaft liegen mit der Nürnberger Messe GmbH und dem 1. FC Nürnberg auch bereits vor. Landrat Johann Kalb ( CSU ), als amtierender Vorsitzender der Metropolregion, warb für den Beitritt, der dann auch vom Ausschuss bei einer Gegenstimme befürwortet wurde und im nächsten Kreistag beschlossen werden soll. Die Kosten für den Landkreis belaufen sich auf 1800 Euro jährlich.

Beirat für Klimaschutz

Tobias Eckardt vom Fachbereich Regionalentwicklung informierte den Umweltausschuss über den aktuellen Sachstand zur Einrichtung eines Klimaschutzbeirates für Stadt und Landkreis Bamberg. Es wurden bereits entsprechende Abstimmungsgespräche mit der Stadt Bamberg geführt. Der Beirat soll eine beratende Funktion haben und die Arbeit des Klimarats unterstützen. Um das Gremium nicht unnötig aufzublähen, wird die Anzahl der Mitglieder auf 16 Personen festgelegt. Diese werden je zu Hälfte von der Stadt und vom Landkreis entsandt.

In der sich anschließenden Diskussion sprach Kreisrat Carsten Joneitis ( SPD ) davon, dass man „eigentlich nicht immer Neues erfinden, sondern auch einmal Taten folgen lassen muss“. Er verwies dabei auf die Rolle der Regionalwerke, bei denen nicht bekannt sei, „wo die Reise hingeht“. Für Landrat Kalb ist das neue Gremium ein Angebot, das die Politik mache und dessen Arbeit dann auch nach einer Zeit evaluiert werden müsse.

Der Umweltausschuss hatte in seiner Sitzung im November 2020 beschlossen, dass sich der Landkreis um die Förderung des Klimaschutzmanagers bewerben soll. Tobias Eckhardt erläuterte dem Ausschuss die weitere Vorgehensweise. So befindet sich der Antrag zur Förderung einer Projektstelle Klimaanpassung in der Vorprüfung und soll final im Mai 2021 über den Projektträger Jülich (PTJ) eingereicht werden.

Gegenstand der Förderung ist die Etablierung eines „Klimaanpassungsmanagers“ für den Zeitraum von zwei Jahren, der gezielte Maßnahmen aus dem Klimaanpassungskonzept umsetzen soll. Eine weitere maßnahmenbezogene Förderung über die Förderrichtlinien Kommunaler Klimaschutz (KommKlimaFöR) wird darauf aufbauend bei der Regierung von Oberfranken eingereicht. Ziel ist es, die Umsetzung der ausgewählten Maßnahmen durch die Kombination der beiden Förderprogramme mit bis zu 85 Prozent fördern zu lassen. Voraussetzung für die Auswahl der zu fördernden Maßnahmen ist die eindeutige Zuordnung zum Zuständigkeitsbereich des Landkreises. Dabei wird immer auch eine möglichst hohe Synergie zwischen den ausgewählten Projekten angestrebt. Bei der Bearbeitungszeit des Antrags ist mit bis zu sechs Monaten zu rechnen. Da es sich um eine kombinierte Förderung handelt, ist eine enge Abstimmung mit dem Projektträger Jülich notwendig, erst dann kann der Antrag bei der Regierung von Oberfranken eingereicht werden.