Heimatverein Pfarrweisach: 30 Jahre und eine Ruine

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Der Betreuung der Burgruine Lichtenstein gilt ein Hauptaugenmerk des Heimatvereins. Hier einige Mitglieder bei den jährlichen Säuberungsaktionen.Simon Albrecht
Der Betreuung der Burgruine Lichtenstein gilt ein Hauptaugenmerk des Heimatvereins. Hier einige Mitglieder bei den jährlichen Säuberungsaktionen.Simon Albrecht

Der Heimatverein Pfarrweisach wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Aus diesem Anlass findet am Sonntag, 12. Juli, in der Schule in Lichtenstein eine Feierstunde statt, an der geladene Gäste teilnehmen.

Der Schatzmeister Matthias Friedrich, der seit Anfang an im Vorstand dabei ist, hat dazu eine umfangreiche Chronik erstellt, die er an dem Abend vortragen wird. Fast schon legendär sind seine Kassenberichte bei den Jahresversammlungen, die nicht nur trockenes Zahlenwerk sind, sondern viele Kalauer und Spitzen über das jeweils abgelaufene Jahr enthalten. So wird auch dieser Vortrag am Sonntag einen hohen Unterhaltungswert haben.

Der folgende Rückblick ist aus einer Kurzfassung enthalten, den Friedrich der Redaktion zur Verfügung stellte. So wurde der Verein am 10. Oktober 1996 im Gasthaus Mildenberger von 29 Frauen und Männern gegründet. Zum Vorsitzenden ist der damalige Bürgermeister Gerhard Hufnagel gewählt worden. Ihm folgte 2008 Horst Ruhnau, und nach dessen Tod vor einigen Jahren wurde Hermann Weidner zum Vorsitzenden gewählt. Als Vereinszweck wurde vor 30 Jahren die „Pflege, Bewahrung und Förderung der lokalen Kultur, Geschichte und Traditionen“ angegeben, in der Hauptsache, um die regionale Identität zu stärken, das Gemeinschaftsgefühl zu fördern und das historische Erbe für zukünftige Generationen zu erhalten, schreibt Friedrich.

Bekannte sichtbare Werke sind die Einhausung der Nepomuk-Statue an der Weisachbrücke in Pfarrweisach und die Wiederaufstellung der Kreuzwegstationen im Pfarrweisacher Friedhof. Horst Ruhnau hat die Einfassungen in Beton gegossen.

Ebenso hatte Friedrich angeregt, bei der Bayerischen Staatsregierung eine Ehrung für Ruhnau anzuregen, die ihm auch zuteil wurde, schreibt Friedrich. Als einziges Mitglied ist der ehemalige Kreisheimatpfleger Günter Lipp zum Ehrenmitglied ernannt worden. Im geselligen Bereich haben unter Gerhard Hufnagel jährlich ein Tagesausflug und Halbtagesexkursionen stattgefunden, die von Horst Ruhnau und Hermann Weidner weitergeführt und ausgebaut wurden. Die stetig wachsende Teilnehmerzahl bestätigt das Interesse.

Als weiteres Steckenpferd hat sich der Heimatverein der Betreuung der Burgruine Lichtenstein verschrieben. Nach der didaktischen Erforschung durch Joachim Zeune, einem anerkannten Archäologen und Burgenforscher Mitte der 1990er Jahre, war es ein Herzenswunsch des damaligen Landrats Rudolf Handwerker, dass der Heimatverein die Betreuung der Burgruine übernimmt.

Heute bekommt der Verein für sein Engagement jährlich 2300 Euro überwiesen. Dazu gehören Führungen, die Pflege der Wege und des Geländes, das Zurückschneiden der Hecken und Sträucher.